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Greifenfels: Unterschied zwischen den Versionen

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'''Greifenfels''' ist die Hauptstadt des [[Fürstentümer|Fürstentums]] [[Kaer]] und Regierungssitz des Fürsten [[Bronnar von Bracken]]. Die Bergstadt liegt an einer Steilwand der Westflanke des [[Greifenberg]]s nahe der Quelle der [[Flüsse der Fürstentümer#Salter|Salter]]. Aus einer hoch gelegenen Fluchtburg entstand innerhalb der vergangenen hundert Wenden eine dicht bebaute Stadt mit annähernd 3.000 Einwohnern.
Die Stadt Greifenfels ist die Hauptstadt des [[Fürstentümer|Fürstentums]] [[Kaer]] und Regierungssitz des Fürsten [[Bronnar von Bracken]].  
 
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Greifenfels ist zugleich Festung, Markt und fürstlicher Hof. Das Stadtbild wird von einer serpentinenartigen Marktstraße, übereinandergebauten Fachwerkhäusern und der tief in Fels und Steilhang eingefügten Greifenburg bestimmt. Der einzige reguläre Zugang lässt sich auf mehreren Abschnitten sperren und von Wehrgängen aus verteidigen.
==Besiedlung==
 
Die Stadt Greifenfels ist mit Abstand der größte Ballungsraum in ganz Kaer. Ursprünglich als Fluchtburg geplant, entwickelte sich die Feste in den letzen 100 Wenden zu einer Bergstadt für nahezu 3000 Bewohner.
== Lage und Stadtbild ==
 
Der Greifenberg ist der verwitterte Rest eines Sandsteinausläufers des [[Großer Rücken|Großen Rückens]]. Seine rötlichen Felsen, Wälder und steilen Abbrüche prägen die Stadt. Greifenfels nimmt nur einen schmalen, langgestreckten Bereich zwischen Bergwand und Abgrund ein. Größere ebene Flächen sind selten; deshalb wächst die Stadt nicht in die Breite, sondern entlang des Aufstiegs und in die Höhe.
 
Am Fuß des Berges liegen Werkstätten, Lagerplätze und die Schwertschmiede. Von dort windet sich die Marktstraße zur Vorstadt und weiter zur Burg. Lasttiere und Fuhrwerke können nur die unteren Abschnitte passieren. Waren für die höher gelegenen Viertel werden meist auf kleinere Karren umgeladen oder von Trägern und Maultieren hinaufgebracht. Zisternen, Felsenkeller und streng verwaltete Vorratshäuser sichern die Versorgung während Belagerungen und in trockenen Sommern.
 
== Bevölkerung und Alltag ==
 
Die meisten Bewohner sind Menschen aus Kaer. Daneben leben mehrere halblingische Wirts- und Händlerfamilien in der Stadt. Die von Tjorax und Thobar Starkarm begründete Schwertschmiede beschäftigt Hügelzwerge und Menschen. Am Hof und unter den durchreisenden Handwerkern begegnet man außerdem einzelnen Elfen, Halbelfen und Zwergen.
 
Das Zusammenleben ist nicht frei von Vorurteilen. Besonders Halboger werden häufig abgewiesen, da in [[Barden]] ausgebildete halbogrische Elitekrieger in vergangenen Kriegen gegen Kaer eingesetzt wurden. Auch die vorsichtige Öffnung des Hofes gegenüber den [[Windelfen]] wird von Teilen des Adels und der Bürgerschaft mit Misstrauen betrachtet.
 
Der Alltag richtet sich nach der Enge der Stadt. Lieferzeiten, Marktstände und Bauarbeiten werden durch die Stadtwacht geregelt, damit die schmalen Wege passierbar bleiben. Wasser, Brennholz und Korn sind wichtiger als Wohnfläche. Viele Familien betreiben im Erdgeschoss eine Werkstatt oder einen Laden und wohnen in den darüberliegenden Stockwerken. Balkone, Erker, Wäscheleinen, purpurne Banner und die Zeichen alter Rittergeschlechter überspannen die Gassen. Der Greif erscheint auf Wirtshausschildern, Zunftzeichen, Mauern und Hausgiebeln.
 
== Stadtteile und bedeutende Orte ==
 
=== Die Marktstraße ===
 
Der alte Aufstieg zur Greifenburg wurde als schmale Serpentinenstraße angelegt. Wehrgänge, Schießscharten und Ausfalltore ermöglichten es, jeden Abschnitt einzeln zu verteidigen. Mit dem Wachstum der Stadt verloren viele dieser Anlagen ihre ursprüngliche Aufgabe.
 
Gewagte Holzkonstruktionen verbreitern heute den Weg stellenweise um mehrere Schritt über dem Abgrund. In aufgebrochenen Wehrnischen befinden sich kleine Läden, Schankstuben und Werkstätten. Händler bieten Erzeugnisse aus Kaer, Wein, Werkzeuge und Waren aus dem Mittelreich an. Seltene Kuriositäten wechseln hier ebenso den Besitzer wie alltägliche Lebensmittel.
 
Am oberen Ende führt die Straße durch einen natürlichen Felsdurchgang. Dieser wurde zu zwei überlebensgroßen, gegeneinander kämpfenden Greifen behauen und mit wirklichkeitsnahen Farben bemalt. Für Ankommende ist das Kunstwerk Torzeichen und unmissverständliche Machtdemonstration zugleich.
 
=== Die Vorstadt ===
 
Hinter dem Greifentor liegt die dicht bebaute Vorstadt auf einem kleinen Felsplateau. Nahezu jeder tragfähige Fleck dient als Fundament. Die meisterhaften Fachwerke wurden über Generationen durch zusätzliche Stockwerke, Erker und Balkone erweitert. Die kaum zwei Schritt breite Hauptgasse führt zum einzigen größeren Platz oder endet am Torhaus der Burg.
 
Auf dem Platz werden Lebensmittel verteilt, Bekanntmachungen verlesen und kleinere Streitfälle geschlichtet. An Markttagen drängen sich Händler, Lasttiere, Soldaten und Bewohner zwischen Brunnen, Ständen und Hauseingängen. Offenes Feuer ist wegen der dichten Holzbauten streng geregelt.
 
=== Das Torhaus und die Greifenburg ===
 
Das Torhaus zur Burg ist tagsüber geöffnet, aber ständig bewacht. Zwei purpurne Banner rahmen den in den Stein gehauenen Eingang. Nachts werden ein eisernes Fallgitter und das verzierte Eisenholztor von innen und außen verschlossen.
 
Die alte Greifenburg ist so eng in die Felswand eingefügt, dass ihre Türme und Mauern aus der Ferne leicht mit dem Berg verschmelzen. Der kleine Burghof bietet kaum mehr Raum als für einen Stall. Im Wohngebäude leben Fürst Bronnar und sein Hofstaat. Auf dem Dach wachen mehrere lebensgroße Greifenskulpturen über Stadt und Tal.
 
Hinter dem Wohnbau reichen Räume tief in die Steilwand. Dort liegen Unterkünfte für Soldaten und Gesinde, Zisternen, Vorratskammern und die berühmten Weinkeller des Fürsten. Oberhalb des Steilhangs sichern zwei ständig besetzte Wachtürme das zerklüftete Gipfelgebiet. Ein verborgener Zugang von dort zur Burg wird vermutet, ist aber nicht öffentlich bekannt.
 
Die natürliche Lage und das gestaffelte Torsystem machen die Greifenburg schwer angreifbar. Die größte Verwundbarkeit liegt in der Versorgung: Ein Gegner müsste die Mauern nicht unbedingt bezwingen, wenn es ihm gelänge, Straße, Wasserzufuhr und Lager am Bergfuß dauerhaft abzuschneiden.
 
=== Die Stadtwacht ===
 
Das größte Haus der Vorstadt beherbergt Wohn- und Schlafräume der Soldaten, Rüstkammer und Übungsräume. Die Stadtwacht schützt nicht nur Burg und Tore, sondern hält auch Marktstraße und Stege frei, überwacht die Brandschutzregeln und schlichtet Auseinandersetzungen zwischen Händlern.
 
Im Keller liegt ein Kerkertrakt. Besonders gefürchtet ist das „freie Zimmer“, eine zur Bergseite offene Zelle ohne äußere Wand. Ihr Boden fällt leicht zum Abgrund ab. Es heißt, sieben Tage darin endeten mit Tod oder Wahnsinn. Ob die Zelle tatsächlich noch genutzt wird, beantwortet die Wacht nicht.
 
=== Der Greifenbezirk ===
 
Eine matte schwarze Eisentür versperrt gewöhnlichen Bürgern den Zutritt zum Greifenbezirk. Wer Einlass begehrt, muss sich durch eine kleine Schiebeöffnung ausweisen. Über den Bezirk ist wenig Sicheres bekannt. Hofangehörige und ausgewählte Gäste sollen ihn über einen zweiten Zugang aus der Burg erreichen können.
 
Unter dem Bezirk liegen ehemalige Katakomben der Fürsten und Ritter Kaers. Nachdem das Haus von Bracken die Herrschaft übernommen hatte, wurden die mehrfach erweiterten und überfüllten Gewölbe versiegelt. Seither dient das Mausoleum auf der [[Kaer#Die Kristallinsel|Kristallinsel]] als fürstliche Begräbnisstätte.
 
=== Die Schwertschmiede ===


Die meisten Einwohner sind wie im restlichen Fürstentum hauptsächlich Menschen. Neben dem multikulturellen Hofstab des Fürsten gibt es jedoch auch eine Gruppe von Halblingen, die gleich mehrere Handels- und Wirtshäuser in der Stadt betreiben, eine Hügelzwergenfamilie, die sich um die Schwertschmiede am Fuß des Berges kümmert, und oft den einen oder anderen Halbelf oder Zwerg, der sich als wandernder Handwerker in der Stadt aufhält.
Am Fuß des Berges liegt die Schwertschmiede, Eigentum des Fürsten und bedeutendste Manufaktur der Stadt. Tjorax und Thobar Starkarm gründeten sie als Waffenwerkstatt. Bis heute fertigt sie Waffen und Rüstungsteile für die Wachen Kaers.


Andere Rassen kommen eher selten in die Stadt und besonders Halboger ernten oft Abscheu oder gar offene Ablehnung beim gemeinen Volk. Der Grund liegt auf der Hand: Einige Halboger werden im verfeindeten Nachbarfürstentum Barden zu Elitekriegern ausgebildet und haben in den letzten Kriegen gegen das Fürstentum Kaer Kummer und Leid über das Land gebracht.
Inzwischen übernimmt die Werkstätte auch ungewöhnliche Einzelanfertigungen und große Serien einfacher Werkstücke. Hügelzwerge der Starkarmsippe arbeiten dort gemeinsam mit zahlreichen menschlichen Beschäftigten. Neben Schwertern und Rüstungen entstehen feinmechanische Schusswaffen, präzise Bauteile und auf ihre Träger abgestimmte Sonderanfertigungen. Die Werkstatt verbindet zwergische Geduld und Technik mit der Arbeitskraft einer größeren Manufaktur.


==Stadtbild==
== Herrschaft ==
Die Stadt Greifenfels wurde an einer steilen Flanke des Greifenbergs erbaut. Ursprünglich stand hier nur die Greifenburg hoch im Berg gebaut und gewaltige Steilwände im Rücken. Mit der Zeit entstand eine Siedlung auf dem kleinen Plateau vor der Burg, die so schnell wuchs, dass heute sogar die lange Straße, die zur Burg hinaufführt bebaut ist:
===Die Marktstraße===
Der Aufstieg zur Burg wurde als schmale, serpentinenartige Straße geplant und konnte durch Wehrgänge und Schießscharten aus dem Berg heraus hervorragend verteidigt werden. Dieser alten Wehrfunktion beraubt, zeigt sich der Aufstieg in diesen Tagen als eine Art Marktstraße, die alleine schon eine Reise nach Greifenfels wert ist:


Der schmale Weg wurde mit einer zum Teil gewagten Holzkonstruktion verbreitert, die an manchen Stellen gut 4 Schritt über dem Abgrund angebracht wurde. Die Schießscharten, Ausfalltore und Wehrgänge wurden aufgebrochen, so dass sich in den entstandenen Nischen über den gesamten Straßenverlauf mittlerweile kleinere Läden und Geschäfte eingerichtet haben, die von Waren aus der Region bis hin zu seltenen Kuriositäten alles Mögliche feilbieten.
[[Bronnar von Bracken]] regiert seit etwa fünfzehn Wenden in siebter Generation über Kaer. Er gilt als gerechter und tugendhafter Fürst in der Tradition der Ritter von Bracken. Zu jedem Vollmond gewährt er Untertanen eine öffentliche Audienz – ein Recht, das in anderen Fürstentümern ungewöhnlich ist.


Die Marktstraße endet in einem natürlichen Felsdurchgang, der kunstvoll zu zwei Greifen behauen wurde, die mit verschränkten Klauen gegeneinander kämpfen. Der linke Greif schlägt dabei seinen Schnabel in den Hals des rechten, der in tonlosem Schrei seinen Kopf in den Himmel streckt. Das überlebensgroße Kunstwerk ist darüber hinaus noch mit realistischen Farben bemalt, so dass es immer wieder passiert, dass sich Unkundige gehörig erschrecken, wenn sie dieses imposanten Kunstwerks zum ersten Mal ansichtig werden.
Zu seinen Beratern gehören Magus [[Mendral]], der bereits Bronnars Vater diente und den Fürsten unterrichtete, sowie eine elfische Beraterin. Letztere zeigt sich dem Volk nur selten. Ihre Anwesenheit nährt Gerüchte über das Verhältnis zwischen ihr und dem unverheirateten Fürsten. In den Schenken wird dabei bisweilen vom „kleinen Illi“ gesprochen, eine grobe Anspielung auf den halbelfischen Kaiser [[Illiasan]].
===Die Vorstadt===
Durch das Tor hindurch gelangt man in die Vorstadt, eine kleine Stadt auf ein kleines Felsplateau gedrängt. Jeder bebaubare Fleck außer der kaum zwei Schritt breiten steinernen Straße wurde als Fundament eines Hauses benutzt. Die Fachwerke der Häuser sind von meisterlicher Qualität, daher haben es sich die meisten Hausbesitzer nicht nehmen lassen ihren Wohnraum durch neue Stockwerke, Erker und Balkone zusätzlich zu erweitern.


Bunte Wimpel, Fahnen alter Ritters- und Edelleute, und natürlich die tägliche Wäsche hängt zumeist kreuz und quer über die Straßen, an Fenstern und Vorsprüngen. Zu dem Trubel auf der Straße mischt sich daher meist auch ein buntes Treiben auf den Terrassen und Fenstern der Häuser. Das Motiv des Greifen findet sich in der Stadt zuhauf. Ob als Namensgeber einer  Schenke, als Motiv in der Heraldik oder auf Schildern der ansässigen Handwerker. Die wenigen Straßen führen entweder auf den einzigen größeren Platz der Vorstadt oder aber enden am Torhaus zur Burg.
===Das Torhaus zur Burg===
Das Torhaus ist tagsüber stets geöffnet, aber mit einer Wachmannschaft gut bewacht. Die purpurnen Fahnenbanner umrahmen dabei den Eingang wie zwei mächtige Säulen. Das Torhaus selbst ist in den Stein gehauen, so dass ein anderer Eingang als dieser unmöglich erscheint. Nachts wird sowohl das eiserne Zwischengitter, als auch das reich verzierte Eisenholztor von innen und außen verschlossen.
===Die Stadtwacht===
Der Weg endet abrupt am Eingangstor dieses gewaltigen, wahrscheinlich größten Hauses der Vorstadt. In den geräumigen Sälen der Stadtwacht sind Wohn- und Schlafräume der Soldaten untergebracht, die Rüstkammer und auch Trainingsräume. In den Kellern gibt es einen Kerkertrakt mit dem gefürchteten „freien Zimmer“, einer Kerkerzelle direkt am Berg, ohne Wand. Der Raum ist völlig leer und fällt leicht zum Abgrund hin ab. Es heißt sieben Tage in diesem Raum enden entweder in Tod oder Wahnsinn.
===Der Greifenbezirk===
Eine schwarze, matte Eisentür versperrt für den gemeinen Bürger den Zugang zu dem Greifenbezirk. Eine Schiebeplatte öffnet einen kleinen Sehschlitz in der Tür, falls Eintritt gewünscht wird. Wirklich bekannt ist wenig über diesen Bezirk. Es heißt, dass ein weiterer Zugang zu diesem Bereich über die Burg dem Hofstab und wenigen Auserwählten offen steht.
===Die Burg===
Die alte Greifenburg geht im bunten Bild der Vorstadt fast etwas unter, so gut ist die trutzige alte Feste in die Steilhänge hinter dem Plateau integriert. Doch schaut man genauer hin, so heben sich dickwandige Türme und schwere Mauern von den Felswänden ab. Durch die geschützte Lage mit der Steilwand im Rücken kann die Burg leicht verteidigt werden, zahlreiche Schießscharten und Plattformen mit Katapulten in der Burgmauer ließen bisher jeden Angreifer verzweifeln. Der Burghof zwischen Mauer und Wohngebäude ist klein, gerade einmal ein Stall findet hier Platz.
 
Auf dem Dach des Wohngebäudes -in dem Fürst Bronnar mit seinem Hofstaat lebt- sind mehrere große lebensechte Greifenskulpturen befestigt worden, die Stadt und Burg zu bewachen scheinen. 


Hinter dem Wohngebäude beginnt die Steilwand: In mehreren eigens gehauenen Räumen finden die Soldaten und das Gesinde eine geschützte Wohnung. Auch die Zisternen und Vorratsräume liegen hier, unter anderem die legendären Weinkeller des Fürsten.
== Wirtschaft und Versorgung ==


Im zerklüfteten Gebiet oberhalb der Steilwände kann sich kein ernstzunehmender Angreifer bewegen, geschweige denn die 300 Schritt nach unten überwinden, ohne bemerkt zu werden. Trotzdem wurden dort zwei jederzeit besetzte steinerne Wachtürme errichtet. Man munkelt, dass irgendwo dort, gut versteckt ein Geheimgang nach unten zur Burg existiert.
Greifenfels ist Markt und Verwaltungsmittelpunkt eines landwirtschaftlich reichen Fürstentums. Aus Kaer gelangen Korn, Wein und andere Feldfrüchte in die Stadt und weiter ins Mittelreich. Fürst Bronnar betreibt selbst einen einträglichen Weinhandel. In Jahren großer Überschüsse bestehen Handelsvereinbarungen über Getreide mit [[Wolfrathen]].


==Regierung==
Händler schätzen die niedrigen Abgaben. Zölle stimmt der Fürst mit Priestern des [[Mernat]] ab, des Gottes von Handel, Reise und Glück. Die Märkte am Bergfuß übernehmen große Lieferungen; auf der Marktstraße werden kleinere Mengen und wertvollere Waren gehandelt.
Fürst Bronnar von Bracken regiert seit gut 15 Wenden in 7. Generation über das Fürstentum Kaer. Beim Volk gilt er als gerechter, tugendhafter Herrscher in der Tradition der Ritter von Bracken. In den letzten Wenden schaffte er es sogar eine elfische Beraterin an seine Seite zu bringen. Sie zeigt sich dem gemeinen Volk zwar so gut wie nie, heizt aber die Gerüchteküche um den immer noch unverheirateten Fürsten ordentlich an. In den Tavernen wird schon von dem „kleinen Illi“ gesprochen, ein derber Scherz in Richtung des Halbelfischen Kaisers Illiasan.
Ein weiterer Berater ist Magus Mendral, der schon den Vater von Bronnar unterwiesen hatte und persönlicher Lehrer Bronnars war.  


Zu jedem vollen Mond erteilt Bronnar seinem Volk die Möglichkeit zu ihm zu sprechen - in andern Fürstentümern undenkbar.
Aus dem Sumpf von [[Perten]] kommen seltene Kräuter und Tinkturen. Alchemisten, Kräuterkundige und Magier aus den Fürstentümern und dem Mittelreich lassen dort einkaufen oder richten ihre Anfragen an den Hof. In Greifenfels werden diese Waren geprüft, gelagert und weitervermittelt.


==Gottheiten==
== Glaube und Magie ==
Jedek ist für Bronnar der wichtigste Gott. Ihm zu Ehren hat er unweit von Greifenfels einen herrlichen [[Kaer#Die Kristallinsel|Tempel]] auf einer kleinen Insel in einem See errichtet.
Weiterhin werden auch alle anderen Götter des Mittelreichs verehrt. Eine spezielle Schule oder Gotteshäuser gibt es in Greifenfels nicht. 


==Wirtschaft==
Für Bronnar besitzt [[Jedek]] besondere Bedeutung. Auf der Kristallinsel ließ er einen Tempel zu Ehren des Gottes errichten. Innerhalb Greifenfels gibt es weder eine große Tempelanlage noch eine Magierakademie. Die Götter des Mittelreichs werden in kleineren Schreinen und im häuslichen Rahmen verehrt.
===Handel===
Bei den Händlern ist Fürst Bronnar recht beliebt, da er nur geringe Steuern erhebt und die Zölle mit den Priestern des [[Mernat]] abspricht.


Der Fürst selbst betreibt einen einträglichen Weinhandel mit dem Mittelreich und ist Eigentümer der hügelzwergischen Manufaktur am Fuße des Greifenberges: der Schwertschmiede.
Magus Mendral berät den Fürsten bei magischen Funden und Bedrohungen. Damit besitzt die Stadt einen kundigen Ansprechpartner, ohne selbst ein Zentrum magischer Ausbildung zu sein. Kräuter und alchemistische Erzeugnisse aus Perten ziehen dennoch regelmäßig Magiekundige an.


Des Weiteren gibt es Handelsverträge über Getreide mit Wolfrathen, da in den letzten Jahren die Kornkammern Kaers bis zum Bersten voll waren.
== Greifen und das Erbe des Berges ==


===Rohstoffe===
Bis vor ungefähr siebzig Wenden wurden am Gipfel des Greifenbergs noch Greife gesichtet. Ältere Berichte verorten ihre Horte zwischen den roten Felsnadeln der kahlen Kuppe. Der Aufstieg ist heute nahezu unmöglich. Die frühen Fürsten Kaers sollen von der Burg aus einen Weg zum Gipfel erschlossen haben; sein Verlauf gilt als verloren.
Neben Korn und Wein gibt es dank dem Sumpf Perten einen reich gedeckten Tisch für erfahrene Alchemisten, Kräuterkundige und Magier. Boten aus allen Fürstentümern und sogar aus dem Mittelreich stellen Anfragen an den Fürsten oder bezahlen direkt die Kräuterkundler in Perten für seltene Kräuter und Tinkturen.  


==Sagen, Mythen und besondere Orte==
Die verschwundenen Greife prägen Namen, Heraldik und Selbstverständnis der Stadt bis heute. Ob sie vertrieben, getötet oder aus unbekanntem Grund fortgezogen sind, ist nicht geklärt.
Die Sagen beschäftigen sich nicht nur mit dem Berg, sondern auch mit seinem weiteren Umfeld.
Zu dem Berg an sich sei so viel gesagt, dass bis von ca. 100 Wenden tatsächlich noch Greifen gesichtet wurden. Seit dieser Zeit jedoch verschwanden sie urplötzlich. Die Horte sollen sich in der Nähe des Gipfels befunden haben, jedoch ist ein Aufstieg technisch nahezu unmöglich. Die frühen Fürsten Kaers sollen einmal von der Burg aus einen Zugang zum Gipfel erschlossen haben – ein Wissen, das in heutiger Zeit verloren gegangen ist.  


===Die alte Bibliothek===
== Gerüchte und Abenteuerideen ==
Im Greifenbezirk existiert ein Gewölbe, das Jahrhunderte lang als Katakomben für die Fürsten und Ritter Kaers genutzt wurde. Als das Fürstengeschlecht der Brackens an die Macht kam, wurde der ohnehin schon mehrfach erweiterte und übervolle Bereich versiegelt. Als geeignetere Ruhestätte wurde ein Mausoleum auf der [[Kaer#DIe Kristallinsel|Kristallinsel]] errichtet.


Gerüchten zufolge existiert jedoch schon seit jeher ein geheimer Bereich in dem Gewölbe, in dem verbotene Schriftstücke aufbewahrt werden, unheimliche Experimente durchgeführt wurden und sogar die Toten wiedererweckt wurden.
* Hinter einer Wand der versiegelten Katakomben soll eine alte Bibliothek liegen. Ihr werden verbotene Schriften, unheimliche Versuche und Berichte über die Wiedererweckung Verstorbener zugeschrieben.
===Die Schwertschmiede===
* Einer der Gipfelwächter meldet nachts einen großen Schatten über den roten Felsnadeln. Fürstliche Jäger sollen prüfen, ob tatsächlich ein Greif zurückgekehrt ist.
Der Name Schwertschmiede bezeugt den eigentlichen Sinn dieser Werkstätte: Das Schmieden von Waffen, insbesondere Schwerter. Tatsächlich werden heute noch alle Waffen und Rüstungsteile der Wachen Kaers von dieser Schwertschmiede hergestellt. Darüber hinaus jedoch hat sich die Werkstatt bei Konstrukteuren einen Namen gemacht, da sie sich sowohl auf ungewöhnliche Aufträge als auch auf massenhaft herzustellende Werkstücke spezialisiert hat.  
* Während einer Vollmondaudienz beschuldigt ein Kaufmann einen Beamten, Zölle zu unterschlagen. Noch vor seiner Aussage verschwindet sein Rechnungsbuch.
* Ein tragender Balken der Marktstraße ist angesägt worden. Die Stadtwacht muss einen Anschlag verhindern, ohne unter den dicht gedrängten Händlern Panik auszulösen.
* Aus dem „freien Zimmer“ dringt eine Stimme, obwohl die Zelle laut Wachbuch leer sein soll.


Gegründet wurde die Schwertschmiede von den [[Hügelzwerge]]n Tjorax und Thobar Starkarm und wird heute noch von den beiden betrieben. Im Gegensatz zur Anfangszeit arbeiten heute jedoch mehrere Hügelzwerge aus der Starkarmsippe sowie viele menschliche Angestellte in der Werkstatt: An langen Werkbänken können in wenigen Arbeitstagen Dutzende von einfachen Gegenständen hergestellt werden. Bei schwer herzustellenden Gegenständen macht sich die Geduld und Technik der Hügelzwerge bezahlt. So werden maßgeschneiderte Rüstungen, persönlich auf den Träger abgestimmte Waffen oder aber feinmechanische Schusswaffen hergestellt.
[[Kategorie:Ganthor]]
[[Kategorie:Mittelreich]]
[[Kategorie:Siedlungen]]

Aktuelle Version vom 10. August 2026, 14:14 Uhr

Greifenfels an der steilen Flanke des Greifenbergs

Greifenfels ist die Hauptstadt des Fürstentums Kaer und Regierungssitz des Fürsten Bronnar von Bracken. Die Bergstadt liegt an einer Steilwand der Westflanke des Greifenbergs nahe der Quelle der Salter. Aus einer hoch gelegenen Fluchtburg entstand innerhalb der vergangenen hundert Wenden eine dicht bebaute Stadt mit annähernd 3.000 Einwohnern.

Greifenfels ist zugleich Festung, Markt und fürstlicher Hof. Das Stadtbild wird von einer serpentinenartigen Marktstraße, übereinandergebauten Fachwerkhäusern und der tief in Fels und Steilhang eingefügten Greifenburg bestimmt. Der einzige reguläre Zugang lässt sich auf mehreren Abschnitten sperren und von Wehrgängen aus verteidigen.

Lage und Stadtbild

Der Greifenberg ist der verwitterte Rest eines Sandsteinausläufers des Großen Rückens. Seine rötlichen Felsen, Wälder und steilen Abbrüche prägen die Stadt. Greifenfels nimmt nur einen schmalen, langgestreckten Bereich zwischen Bergwand und Abgrund ein. Größere ebene Flächen sind selten; deshalb wächst die Stadt nicht in die Breite, sondern entlang des Aufstiegs und in die Höhe.

Am Fuß des Berges liegen Werkstätten, Lagerplätze und die Schwertschmiede. Von dort windet sich die Marktstraße zur Vorstadt und weiter zur Burg. Lasttiere und Fuhrwerke können nur die unteren Abschnitte passieren. Waren für die höher gelegenen Viertel werden meist auf kleinere Karren umgeladen oder von Trägern und Maultieren hinaufgebracht. Zisternen, Felsenkeller und streng verwaltete Vorratshäuser sichern die Versorgung während Belagerungen und in trockenen Sommern.

Bevölkerung und Alltag

Die meisten Bewohner sind Menschen aus Kaer. Daneben leben mehrere halblingische Wirts- und Händlerfamilien in der Stadt. Die von Tjorax und Thobar Starkarm begründete Schwertschmiede beschäftigt Hügelzwerge und Menschen. Am Hof und unter den durchreisenden Handwerkern begegnet man außerdem einzelnen Elfen, Halbelfen und Zwergen.

Das Zusammenleben ist nicht frei von Vorurteilen. Besonders Halboger werden häufig abgewiesen, da in Barden ausgebildete halbogrische Elitekrieger in vergangenen Kriegen gegen Kaer eingesetzt wurden. Auch die vorsichtige Öffnung des Hofes gegenüber den Windelfen wird von Teilen des Adels und der Bürgerschaft mit Misstrauen betrachtet.

Der Alltag richtet sich nach der Enge der Stadt. Lieferzeiten, Marktstände und Bauarbeiten werden durch die Stadtwacht geregelt, damit die schmalen Wege passierbar bleiben. Wasser, Brennholz und Korn sind wichtiger als Wohnfläche. Viele Familien betreiben im Erdgeschoss eine Werkstatt oder einen Laden und wohnen in den darüberliegenden Stockwerken. Balkone, Erker, Wäscheleinen, purpurne Banner und die Zeichen alter Rittergeschlechter überspannen die Gassen. Der Greif erscheint auf Wirtshausschildern, Zunftzeichen, Mauern und Hausgiebeln.

Stadtteile und bedeutende Orte

Die Marktstraße

Der alte Aufstieg zur Greifenburg wurde als schmale Serpentinenstraße angelegt. Wehrgänge, Schießscharten und Ausfalltore ermöglichten es, jeden Abschnitt einzeln zu verteidigen. Mit dem Wachstum der Stadt verloren viele dieser Anlagen ihre ursprüngliche Aufgabe.

Gewagte Holzkonstruktionen verbreitern heute den Weg stellenweise um mehrere Schritt über dem Abgrund. In aufgebrochenen Wehrnischen befinden sich kleine Läden, Schankstuben und Werkstätten. Händler bieten Erzeugnisse aus Kaer, Wein, Werkzeuge und Waren aus dem Mittelreich an. Seltene Kuriositäten wechseln hier ebenso den Besitzer wie alltägliche Lebensmittel.

Am oberen Ende führt die Straße durch einen natürlichen Felsdurchgang. Dieser wurde zu zwei überlebensgroßen, gegeneinander kämpfenden Greifen behauen und mit wirklichkeitsnahen Farben bemalt. Für Ankommende ist das Kunstwerk Torzeichen und unmissverständliche Machtdemonstration zugleich.

Die Vorstadt

Hinter dem Greifentor liegt die dicht bebaute Vorstadt auf einem kleinen Felsplateau. Nahezu jeder tragfähige Fleck dient als Fundament. Die meisterhaften Fachwerke wurden über Generationen durch zusätzliche Stockwerke, Erker und Balkone erweitert. Die kaum zwei Schritt breite Hauptgasse führt zum einzigen größeren Platz oder endet am Torhaus der Burg.

Auf dem Platz werden Lebensmittel verteilt, Bekanntmachungen verlesen und kleinere Streitfälle geschlichtet. An Markttagen drängen sich Händler, Lasttiere, Soldaten und Bewohner zwischen Brunnen, Ständen und Hauseingängen. Offenes Feuer ist wegen der dichten Holzbauten streng geregelt.

Das Torhaus und die Greifenburg

Das Torhaus zur Burg ist tagsüber geöffnet, aber ständig bewacht. Zwei purpurne Banner rahmen den in den Stein gehauenen Eingang. Nachts werden ein eisernes Fallgitter und das verzierte Eisenholztor von innen und außen verschlossen.

Die alte Greifenburg ist so eng in die Felswand eingefügt, dass ihre Türme und Mauern aus der Ferne leicht mit dem Berg verschmelzen. Der kleine Burghof bietet kaum mehr Raum als für einen Stall. Im Wohngebäude leben Fürst Bronnar und sein Hofstaat. Auf dem Dach wachen mehrere lebensgroße Greifenskulpturen über Stadt und Tal.

Hinter dem Wohnbau reichen Räume tief in die Steilwand. Dort liegen Unterkünfte für Soldaten und Gesinde, Zisternen, Vorratskammern und die berühmten Weinkeller des Fürsten. Oberhalb des Steilhangs sichern zwei ständig besetzte Wachtürme das zerklüftete Gipfelgebiet. Ein verborgener Zugang von dort zur Burg wird vermutet, ist aber nicht öffentlich bekannt.

Die natürliche Lage und das gestaffelte Torsystem machen die Greifenburg schwer angreifbar. Die größte Verwundbarkeit liegt in der Versorgung: Ein Gegner müsste die Mauern nicht unbedingt bezwingen, wenn es ihm gelänge, Straße, Wasserzufuhr und Lager am Bergfuß dauerhaft abzuschneiden.

Die Stadtwacht

Das größte Haus der Vorstadt beherbergt Wohn- und Schlafräume der Soldaten, Rüstkammer und Übungsräume. Die Stadtwacht schützt nicht nur Burg und Tore, sondern hält auch Marktstraße und Stege frei, überwacht die Brandschutzregeln und schlichtet Auseinandersetzungen zwischen Händlern.

Im Keller liegt ein Kerkertrakt. Besonders gefürchtet ist das „freie Zimmer“, eine zur Bergseite offene Zelle ohne äußere Wand. Ihr Boden fällt leicht zum Abgrund ab. Es heißt, sieben Tage darin endeten mit Tod oder Wahnsinn. Ob die Zelle tatsächlich noch genutzt wird, beantwortet die Wacht nicht.

Der Greifenbezirk

Eine matte schwarze Eisentür versperrt gewöhnlichen Bürgern den Zutritt zum Greifenbezirk. Wer Einlass begehrt, muss sich durch eine kleine Schiebeöffnung ausweisen. Über den Bezirk ist wenig Sicheres bekannt. Hofangehörige und ausgewählte Gäste sollen ihn über einen zweiten Zugang aus der Burg erreichen können.

Unter dem Bezirk liegen ehemalige Katakomben der Fürsten und Ritter Kaers. Nachdem das Haus von Bracken die Herrschaft übernommen hatte, wurden die mehrfach erweiterten und überfüllten Gewölbe versiegelt. Seither dient das Mausoleum auf der Kristallinsel als fürstliche Begräbnisstätte.

Die Schwertschmiede

Am Fuß des Berges liegt die Schwertschmiede, Eigentum des Fürsten und bedeutendste Manufaktur der Stadt. Tjorax und Thobar Starkarm gründeten sie als Waffenwerkstatt. Bis heute fertigt sie Waffen und Rüstungsteile für die Wachen Kaers.

Inzwischen übernimmt die Werkstätte auch ungewöhnliche Einzelanfertigungen und große Serien einfacher Werkstücke. Hügelzwerge der Starkarmsippe arbeiten dort gemeinsam mit zahlreichen menschlichen Beschäftigten. Neben Schwertern und Rüstungen entstehen feinmechanische Schusswaffen, präzise Bauteile und auf ihre Träger abgestimmte Sonderanfertigungen. Die Werkstatt verbindet zwergische Geduld und Technik mit der Arbeitskraft einer größeren Manufaktur.

Herrschaft

Bronnar von Bracken regiert seit etwa fünfzehn Wenden in siebter Generation über Kaer. Er gilt als gerechter und tugendhafter Fürst in der Tradition der Ritter von Bracken. Zu jedem Vollmond gewährt er Untertanen eine öffentliche Audienz – ein Recht, das in anderen Fürstentümern ungewöhnlich ist.

Zu seinen Beratern gehören Magus Mendral, der bereits Bronnars Vater diente und den Fürsten unterrichtete, sowie eine elfische Beraterin. Letztere zeigt sich dem Volk nur selten. Ihre Anwesenheit nährt Gerüchte über das Verhältnis zwischen ihr und dem unverheirateten Fürsten. In den Schenken wird dabei bisweilen vom „kleinen Illi“ gesprochen, eine grobe Anspielung auf den halbelfischen Kaiser Illiasan.


Wirtschaft und Versorgung

Greifenfels ist Markt und Verwaltungsmittelpunkt eines landwirtschaftlich reichen Fürstentums. Aus Kaer gelangen Korn, Wein und andere Feldfrüchte in die Stadt und weiter ins Mittelreich. Fürst Bronnar betreibt selbst einen einträglichen Weinhandel. In Jahren großer Überschüsse bestehen Handelsvereinbarungen über Getreide mit Wolfrathen.

Händler schätzen die niedrigen Abgaben. Zölle stimmt der Fürst mit Priestern des Mernat ab, des Gottes von Handel, Reise und Glück. Die Märkte am Bergfuß übernehmen große Lieferungen; auf der Marktstraße werden kleinere Mengen und wertvollere Waren gehandelt.

Aus dem Sumpf von Perten kommen seltene Kräuter und Tinkturen. Alchemisten, Kräuterkundige und Magier aus den Fürstentümern und dem Mittelreich lassen dort einkaufen oder richten ihre Anfragen an den Hof. In Greifenfels werden diese Waren geprüft, gelagert und weitervermittelt.

Glaube und Magie

Für Bronnar besitzt Jedek besondere Bedeutung. Auf der Kristallinsel ließ er einen Tempel zu Ehren des Gottes errichten. Innerhalb Greifenfels gibt es weder eine große Tempelanlage noch eine Magierakademie. Die Götter des Mittelreichs werden in kleineren Schreinen und im häuslichen Rahmen verehrt.

Magus Mendral berät den Fürsten bei magischen Funden und Bedrohungen. Damit besitzt die Stadt einen kundigen Ansprechpartner, ohne selbst ein Zentrum magischer Ausbildung zu sein. Kräuter und alchemistische Erzeugnisse aus Perten ziehen dennoch regelmäßig Magiekundige an.

Greifen und das Erbe des Berges

Bis vor ungefähr siebzig Wenden wurden am Gipfel des Greifenbergs noch Greife gesichtet. Ältere Berichte verorten ihre Horte zwischen den roten Felsnadeln der kahlen Kuppe. Der Aufstieg ist heute nahezu unmöglich. Die frühen Fürsten Kaers sollen von der Burg aus einen Weg zum Gipfel erschlossen haben; sein Verlauf gilt als verloren.

Die verschwundenen Greife prägen Namen, Heraldik und Selbstverständnis der Stadt bis heute. Ob sie vertrieben, getötet oder aus unbekanntem Grund fortgezogen sind, ist nicht geklärt.

Gerüchte und Abenteuerideen

  • Hinter einer Wand der versiegelten Katakomben soll eine alte Bibliothek liegen. Ihr werden verbotene Schriften, unheimliche Versuche und Berichte über die Wiedererweckung Verstorbener zugeschrieben.
  • Einer der Gipfelwächter meldet nachts einen großen Schatten über den roten Felsnadeln. Fürstliche Jäger sollen prüfen, ob tatsächlich ein Greif zurückgekehrt ist.
  • Während einer Vollmondaudienz beschuldigt ein Kaufmann einen Beamten, Zölle zu unterschlagen. Noch vor seiner Aussage verschwindet sein Rechnungsbuch.
  • Ein tragender Balken der Marktstraße ist angesägt worden. Die Stadtwacht muss einen Anschlag verhindern, ohne unter den dicht gedrängten Händlern Panik auszulösen.
  • Aus dem „freien Zimmer“ dringt eine Stimme, obwohl die Zelle laut Wachbuch leer sein soll.