Totenhaus von Brandal: Unterschied zwischen den Versionen
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Das Totenhaus von [[Brandal]] | [[Datei:Totenhaus_von_Brandal.png|mini|hochkant=1.4|Das Totenhaus im fünften Außenbezirk Brandals]] | ||
Das '''Totenhaus von Brandal''' ist die große Begräbnisstätte der freien Bürger [[Brandal]]s. Der gewaltige schwarze Bau liegt im fünften Außenbezirk und hebt sich deutlich von den niedrigen Lehm- und Sandsteinhäusern seiner Umgebung ab. | |||
Das | == Das Bauwerk == | ||
Das Totenhaus ist etwa 400 Schritt lang und 50 Schritt hoch. Eine Folge mächtiger Rundbögen trägt den lang gestreckten Bau. An seiner Westseite erhebt sich ein einzelner Turm weitere 100 Schritt über das Dach. Der schwarze Stein, die enorme Länge und der schlanke Turm machen das Gebäude zu einem der auffälligsten Orientierungspunkte der Äußeren Stadt. | |||
Im Inneren führen schmale Gänge durch den gesamten Bau. Ihre Wände reichen bis an die Decke und sind dicht mit Nischen besetzt, in denen die Urnen der Verstorbenen stehen. Gerüste, Leitern und schmale Laufgänge ermöglichen den Bediensteten den Zugang zu den höher gelegenen Nischen. | |||
== Die Urnen der Verstorbenen == | |||
Im Totenhaus werden nahezu 100.000 Urnen aufbewahrt. Jede von ihnen ist im großen Index des Hauses verzeichnet. Dieser nennt den Namen des Verstorbenen und die Lage seiner Nische, damit Angehörige die Urne trotz der gewaltigen Zahl wiederfinden können. | |||
Da der Platz schon seit langer Zeit nicht mehr ausreicht, bleibt die Asche eines gewöhnlichen Bürgers nur fünf Jahre im Totenhaus. Anschließend wird sie vom hohen Westturm aus dem Wind übergeben. Nach dem Glauben vieler Brandaler nimmt [[Götter der Südlande#Karoum|Karoum]] die Toten auf diese Weise mit sich. | |||
Die Unterbringung einer Urne kostet nur einen geringen Betrag, den sich fast jeder freie Bürger leisten kann. Wohlhabende Familien bezahlen dagegen für größere Nischen, kleine Grabmale oder eine dauerhafte Ruhestätte, die nicht der Fünfjahresfrist unterliegt. Sklaven erhalten gewöhnlich keinen Platz im Totenhaus. | |||
Am [[Brandal#Gesellschaft und Alltag|Tag der Toten]] füllen Musik, Speisen und ausgelassene Besucher die sonst stillen Gänge. Die Brandaler verstehen das Gedenken nicht als traurige Pflicht: Sie erzählen von den Taten der Verstorbenen und feiern zugleich das eigene Leben. | |||
== Die Katakomben == | |||
Unter dem Totenhaus erstrecken sich die Begräbnisgänge der älteren Stadt. Bevor das heutige Gebäude errichtet wurde, setzte man die Toten in diesen Katakomben bei. Das Netz reicht weit über die heute genutzten Räume hinaus. Nur wenige und vermutlich unvollständige Karten sind erhalten. | |||
Die Bediensteten des Totenhauses verwenden die zugänglichen Kammern als Archiv, Lager und Ruheräume. Weiter entfernte Gänge gelten als einsturzgefährdet und dürfen nicht betreten werden. Dennoch verschaffen sich immer wieder Schatzsucher und Abenteurer heimlich Zugang. Nur wenige finden etwas Wertvolles, und manche kehren überhaupt nicht zurück. | |||
Nach einem verbreiteten Gerücht liegt auch die Versammlungsstätte der Assassinengilde [[Brandal#Hauch Karoums|Hauch Karoums]] in den Katakomben. Ihre Zugänge sollen durch alte Fallen geschützt sein. Ob die Gilde tatsächlich dort ansässig ist oder das Gerücht lediglich nutzt, um Neugierige fernzuhalten, ist unbekannt. | |||
== Gerüchte und Abenteuerideen == | |||
* Im großen Index erscheinen seit einigen Wochen Namen von Bürgern, die noch am Leben sind. Manche von ihnen verschwinden kurz darauf. | |||
* Beim Verstreuen einer Urne fällt ein schwerer schwarzer Schlüssel aus der Asche. Kein Schloss im zugänglichen Teil des Totenhauses passt dazu. | |||
* Hinter einer eingestürzten Wand wurde ein Gang entdeckt, der auf keiner erhaltenen Karte verzeichnet ist. Aus seiner Tiefe dringen nachts Musik und Stimmen. | |||
* Eine wohlhabende Familie verlangt die Öffnung eines alten Grabmals. Die Bediensteten weigern sich, weil das Siegel darauf nicht von ihnen stammt. | |||
* Ein Bote des Hauchs Karoums bietet einer Gruppe viel Geld dafür, einen bestimmten Katakombengang zu versiegeln, ohne Fragen zu stellen. | |||
[[Kategorie:Ganthor]] | [[Kategorie:Ganthor]] | ||
[[Kategorie:Südlande]] | [[Kategorie:Südlande]] | ||
[[Kategorie:Besondere Orte]] | [[Kategorie:Besondere Orte]] | ||
Aktuelle Version vom 14. August 2026, 21:30 Uhr

Das Totenhaus von Brandal ist die große Begräbnisstätte der freien Bürger Brandals. Der gewaltige schwarze Bau liegt im fünften Außenbezirk und hebt sich deutlich von den niedrigen Lehm- und Sandsteinhäusern seiner Umgebung ab.
Das Bauwerk
Das Totenhaus ist etwa 400 Schritt lang und 50 Schritt hoch. Eine Folge mächtiger Rundbögen trägt den lang gestreckten Bau. An seiner Westseite erhebt sich ein einzelner Turm weitere 100 Schritt über das Dach. Der schwarze Stein, die enorme Länge und der schlanke Turm machen das Gebäude zu einem der auffälligsten Orientierungspunkte der Äußeren Stadt.
Im Inneren führen schmale Gänge durch den gesamten Bau. Ihre Wände reichen bis an die Decke und sind dicht mit Nischen besetzt, in denen die Urnen der Verstorbenen stehen. Gerüste, Leitern und schmale Laufgänge ermöglichen den Bediensteten den Zugang zu den höher gelegenen Nischen.
Die Urnen der Verstorbenen
Im Totenhaus werden nahezu 100.000 Urnen aufbewahrt. Jede von ihnen ist im großen Index des Hauses verzeichnet. Dieser nennt den Namen des Verstorbenen und die Lage seiner Nische, damit Angehörige die Urne trotz der gewaltigen Zahl wiederfinden können.
Da der Platz schon seit langer Zeit nicht mehr ausreicht, bleibt die Asche eines gewöhnlichen Bürgers nur fünf Jahre im Totenhaus. Anschließend wird sie vom hohen Westturm aus dem Wind übergeben. Nach dem Glauben vieler Brandaler nimmt Karoum die Toten auf diese Weise mit sich.
Die Unterbringung einer Urne kostet nur einen geringen Betrag, den sich fast jeder freie Bürger leisten kann. Wohlhabende Familien bezahlen dagegen für größere Nischen, kleine Grabmale oder eine dauerhafte Ruhestätte, die nicht der Fünfjahresfrist unterliegt. Sklaven erhalten gewöhnlich keinen Platz im Totenhaus.
Am Tag der Toten füllen Musik, Speisen und ausgelassene Besucher die sonst stillen Gänge. Die Brandaler verstehen das Gedenken nicht als traurige Pflicht: Sie erzählen von den Taten der Verstorbenen und feiern zugleich das eigene Leben.
Die Katakomben
Unter dem Totenhaus erstrecken sich die Begräbnisgänge der älteren Stadt. Bevor das heutige Gebäude errichtet wurde, setzte man die Toten in diesen Katakomben bei. Das Netz reicht weit über die heute genutzten Räume hinaus. Nur wenige und vermutlich unvollständige Karten sind erhalten.
Die Bediensteten des Totenhauses verwenden die zugänglichen Kammern als Archiv, Lager und Ruheräume. Weiter entfernte Gänge gelten als einsturzgefährdet und dürfen nicht betreten werden. Dennoch verschaffen sich immer wieder Schatzsucher und Abenteurer heimlich Zugang. Nur wenige finden etwas Wertvolles, und manche kehren überhaupt nicht zurück.
Nach einem verbreiteten Gerücht liegt auch die Versammlungsstätte der Assassinengilde Hauch Karoums in den Katakomben. Ihre Zugänge sollen durch alte Fallen geschützt sein. Ob die Gilde tatsächlich dort ansässig ist oder das Gerücht lediglich nutzt, um Neugierige fernzuhalten, ist unbekannt.
Gerüchte und Abenteuerideen
- Im großen Index erscheinen seit einigen Wochen Namen von Bürgern, die noch am Leben sind. Manche von ihnen verschwinden kurz darauf.
- Beim Verstreuen einer Urne fällt ein schwerer schwarzer Schlüssel aus der Asche. Kein Schloss im zugänglichen Teil des Totenhauses passt dazu.
- Hinter einer eingestürzten Wand wurde ein Gang entdeckt, der auf keiner erhaltenen Karte verzeichnet ist. Aus seiner Tiefe dringen nachts Musik und Stimmen.
- Eine wohlhabende Familie verlangt die Öffnung eines alten Grabmals. Die Bediensteten weigern sich, weil das Siegel darauf nicht von ihnen stammt.
- Ein Bote des Hauchs Karoums bietet einer Gruppe viel Geld dafür, einen bestimmten Katakombengang zu versiegeln, ohne Fragen zu stellen.