Südlande Geschichte: Unterschied zwischen den Versionen
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Die Geschichte der '''Südlande''' ist vor allem die Geschichte ihrer vier großen Stadtstaaten [[Brandal]], [[Uria]], [[Amal]] und [[Radgar]]. Über viele Jahrhunderte führten sie Kriege gegeneinander, rangen um Wasser, Handelswege und Einfluss und entwickelten dabei sehr unterschiedliche Herrschaftsformen. Erst die gemeinsame Bedrohung durch das [[:Kategorie:Mittelreich|Mittelreich]] zwang sie zu einer dauerhaften politischen Ordnung: der [[#Die Allianz von Uria|Allianz von Uria]]. | |||
Die Überlieferung ist lückenhaft. Kriege, Zerstörungen und wechselnde Zeitrechnungen erschweren eine durchgängige Chronologie. Gesicherte Aufzeichnungen reichen in den meisten Städten kaum mehr als 500 Jahre zurück. Einzelne Siedlungen lassen sich etwa 1.000 Jahre zurückverfolgen, während [[Uria]] nach den dortigen Überlieferungen bereits vor ungefähr 2.000 Jahren gegründet wurde. | |||
== Zeitrechnung == | |||
Die Stadtstaaten verwenden teilweise eigene Kalender. Für die gemeinsame Chronologie wird die Thronbesteigung des mittelländischen Kaisers [[Illiasan]] als Bezugspunkt verwendet. Ereignisse davor werden mit '''v. Ill.''', Ereignisse danach mit '''n. Ill.''' bezeichnet. | |||
Besonders ausführliche Aufzeichnungen besitzt [[Amal]]. Dort beginnt die Zeitrechnung mit dem Jahr 1 „nach Gwygats Segen“ ('''n. G.'''). Dieses entspricht dem Jahr 599 v. Ill. Die Gegenwart, das Jahr 600 n. G., entspricht dem Jahr 1 n. Ill. | |||
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! Zeitrechnung der Südlande | |||
! Zeitrechnung Amals | |||
! Ereignis | |||
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| 300 v. Ill. | |||
| 300 n. G. | |||
| Aufstieg Gilgardors und wachsende Aufmerksamkeit des Mittelreichs | |||
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| 292–291 v. Ill. | |||
| 308–309 n. G. | |||
| Feldzug und Seeblockade des Mittelreichs | |||
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| 290 v. Ill. | |||
| 310 n. G. | |||
| Unabhängigkeitserklärungen und Beginn des Mauerbaus | |||
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| 289 v. Ill. | |||
| 311 n. G. | |||
| Abriegelung der Grenze durch Kaiser Samon VII. | |||
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| 278–276 v. Ill. | |||
| 322–324 n. G. | |||
| Wasserstreit und erneuter Einfall des Mittelreichs | |||
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| 275 v. Ill. | |||
| 325 n. G. | |||
| Gründung der Allianz von Uria | |||
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| 1 n. Ill. | |||
| 600 n. G. | |||
| Gegenwart | |||
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== Die frühen Stadtstaaten == | |||
Die ältesten Berichte stammen aus den Jahrhunderten nach dem Einschlag des großen Meteoriten. Die Katastrophe verwüstete weite Gebiete des Südens und wird in den Überlieferungen mit der Entstehung der [[Faora]] verbunden. Während große Teile des Landes zu Wüste wurden, überlebten oder entstanden am Rand des [[:Kategorie:Großer Rücken|Großen Rückens]] neue Siedlungszentren. Dort boten Quellen und Flüsse die Möglichkeit, durch Aquädukte und Bewässerungsanlagen größere Gemeinschaften zu versorgen. | |||
Uria gilt als älteste der heutigen Metropolen. Nach der Gründungssage halfen Zwerge beim Bau des großen Aquädukts, nachdem sie unter der späteren Stadt Obsidian entdeckt hatten. Brandal und Amal entstanden wesentlich später. Radgar entwickelte sich an der Westküste zu einem Hafen zwischen dem [[Drachenkopf|Drachenkopfgebirge]] und dem Dschungel. | |||
Die Stadtstaaten bildeten zunächst keine gemeinsame politische Ordnung. Jeder von ihnen kontrollierte sein Umland, seine Wasserwege und seine Handelsverbindungen selbst. Bündnisse waren meist von kurzer Dauer. Fehden, Grenzstreitigkeiten und Kämpfe um Oasen oder Zuflüsse gehörten über Jahrhunderte zum Verhältnis der Städte. | |||
Auch die erhaltene Geschichte Amals berichtet von dieser Zeit: Um das Jahr 400 v. Ill. stritten Amal, Uria und Brandal um eine Oase am Rand der Faora. Mehrere kleinere Kriege und Scharmützel brachten den Handel zwischen den Städten zeitweise zum Erliegen. Als Ungeheuer das umkämpfte Gebiet unbrauchbar machten, verlor die Oase ihre Bedeutung, ohne dass der grundlegende Gegensatz zwischen den Städten beigelegt worden wäre. | |||
Zwischen 349 und 330 v. Ill. eskalierte der Konflikt zwischen Amal und Uria erneut. Nach der Ermordung des Amaler Hohepriesters Thesar durch Assassinen aus Uria folgten wechselseitige Anschläge. Mehrere Priester Amals und Generäle Urias wurden getötet; drei Siedlungen Urias im Großen Rücken verschwanden unter ungeklärten Umständen. Diese Auseinandersetzungen zeigen, dass die Stadtstaaten bereits vor ihrer späteren Allianz offene Kriege häufig durch Attentate und andere verdeckte Mittel ergänzten. | |||
== Der Aufstieg Gilgardors == | |||
Um 300 v. Ill. wurde in der Faora die Karawanserei [[Gilgardor]] gegründet. Ihre Lage an einer Oase und ihre vergleichsweise niedrigen Zölle machten sie rasch zum wichtigsten Handelsplatz im Inneren der Südlande. Karawanen verbanden dort Brandal, Uria und Amal miteinander. Waren aus den östlichen Städten gelangten über Gilgardor nach Radgar und von dort über das Meer bis nach [[:Kategorie:Borrograd|Borrograd]]. | |||
Der wachsende Handel vermehrte den Wohlstand aller vier Stadtstaaten. Zugleich erregte er die Aufmerksamkeit Kaiser Samons VII. Die Südlande standen zu dieser Zeit noch unter der nominellen Herrschaft des mittelländischen Kaisers. Dessen tatsächlicher Einfluss hatte jedoch nie ausgereicht, um die weit entfernten Städte dauerhaft zu verwalten. Solange die Region als arm und schwer zugänglich galt, hatten frühere Kaiser ihre Selbstverwaltung geduldet. | |||
Mit dem wirtschaftlichen Aufstieg änderte sich diese Haltung. Samon VII. verlangte Zölle und Abgaben und entsandte Beauftragte nach Radgar und Amal. Beide Städte verweigerten die Zahlung und wiesen die kaiserlichen Vertreter aus. | |||
== Der Unabhängigkeitskrieg == | |||
=== Der Feldzug Samons VII. === | |||
Im Jahr 292 v. Ill. – nach Amaler Rechnung 308 n. G. – schickte Kaiser Samon VII. ein Expeditionsheer in die Südlande. Dessen Marsch führte auch durch die Einflussgebiete Brandals und Urias und brachte damit weitere Stadtstaaten gegen das Mittelreich auf. | |||
Gleichzeitig begann die kaiserliche Flotte, die südlichen Seewege zu sperren. Besonders die Häfen von Radgar und Amal waren von der Blockade betroffen. In Amal dauerte sie bis 291 v. Ill. an und hatte verheerende Folgen für die Versorgung der Bevölkerung. | |||
Im Jahr 291 v. Ill. verbündeten sich Uria, Brandal und Amal gegen das Expeditionsheer. Mit Hilfe zwergischer Söldner gelang es ihnen, die mittelländischen Truppen zu schlagen. | |||
=== Unabhängigkeit und Große Mauer === | |||
Im Jahr 290 v. Ill. – 310 n. G. nach Amaler Rechnung – erklärten sich die vier Stadtstaaten jeweils für unabhängig. Es entstand noch kein gemeinsamer südländischer Staat; jede Stadt beanspruchte ihre Freiheit für sich. | |||
Auf Initiative Brandals und Radgars begann zugleich der Bau der [[Die Mauer|Großen Mauer]] an der Grenze zum Mittelreich. Zwergische Baumeister und Arbeiter sollten eine Befestigung errichten, die künftige Vorstöße aus dem Norden verhindern würde. Brandal und Radgar trugen den größten Teil der Finanzierung, weshalb die Arbeiten in der Nähe ihrer Einflussgebiete am schnellsten vorankamen. | |||
Kaiser Samon VII. erkannte die Unabhängigkeit nicht an. Im Jahr 289 v. Ill. ließ er die Grenze vollständig schließen und hielt die Seeblockade aufrecht. Da ein weiterer großer Feldzug ausblieb, versuchten die Stadtstaaten, die Abriegelung durch Schmuggel und Freibeuter zu umgehen. Ab 287 v. Ill. gingen von ihnen bezahlte Kapitäne gezielt gegen kaiserliche Schiffe und Handelsbeschränkungen vor. Diese Zeit gilt als Geburtsstunde des später berüchtigten Piratenwesens der Südlande. | |||
Der Bau der Großen Mauer endete bereits um 280 v. Ill. nach Streitigkeiten mit den beteiligten Zwergen. Die Gründe und die ausstehenden Verpflichtungen sind bis heute nicht vollständig geklärt. Obwohl das Bauwerk unvollendet blieb, bildete es weiterhin eine mächtige Grenzbefestigung. Zunächst übernahm der Orden des [[Götter der Südlande#In'raal|In'raal]] die Bewachung der Mauer und ihrer Festungen. | |||
== Wasserstreit und Gründung der Allianz == | |||
Zwischen 278 und 276 v. Ill. gerieten Brandal und Uria wegen der Verteilung von Wasser aus dem Großen Rücken in einen schweren Konflikt. Die Unruhen schwächten die Verteidigung beider Städte. Kaiserliche Grenztruppen nutzten die Gelegenheit, überwanden die Große Mauer und stießen bis kurz vor Uria vor. | |||
Der Orden des [[Götter der Südlande#Jedek|Jedek]] griff in den Streit ein. Seine Angehörigen setzten die Anführer der verfeindeten Städte fest und erzwangen einen Waffenstillstand. Brandal und Uria stellten sich daraufhin gemeinsam gegen die Eindringlinge. Radgar und Amal traten ihnen bei. Amal setzte seine inzwischen stark ausgebaute Flotte ein und schlug die kaiserlichen Seestreitkräfte vor Radgar. Nach schweren Kämpfen wurden auch die Landtruppen des Mittelreichs zurückgedrängt. | |||
Der gemeinsame Sieg machte deutlich, dass keiner der Stadtstaaten allein gegen das Mittelreich bestehen konnte. Im Jahr 275 v. Ill. – dem Jahr 325 n. G. in Amal – setzte der Jedek-Orden am Ort des Sieges die Gründung der '''Allianz von Uria''' durch. | |||
== Die Allianz von Uria == | |||
Die Allianz wurde vom Jedek-Orden und den vier Stadtstaaten Brandal, Uria, Amal und Radgar geschlossen. [[Gilgardor]] gehörte ihr nicht an, da die Karawanenstadt nicht als eigener Staat betrachtet wurde. | |||
Der Vertrag beruht auf sechs Grundsätzen: | |||
* Jedes Mitglied der Allianz bleibt ein eigenständiger Staat. | |||
* Die Mitglieder verpflichten sich, das Gebiet jedes anderen Mitglieds wie ihr eigenes zu verteidigen. | |||
* Kein Mitglied darf Krieg gegen ein anderes Mitglied führen. | |||
* Für Kapitalverbrechen gelten im Gebiet der Allianz einheitliche Gesetze; die übrige Rechtsprechung bleibt Sache des jeweiligen Stadtstaates. | |||
* Über die Verteilung umstrittener Wasservorkommen im Großen Rücken entscheidet der Jedek-Orden. | |||
* Verletzt ein Mitglied die Grundsätze, kann der Jedek-Orden dessen Herrscher absetzen. Im Notfall müssen die übrigen Stadtstaaten mit Waffengewalt gegen den Abtrünnigen vorgehen. | |||
Die Allianz schuf kein gemeinsames Reich und keine zentrale Regierung. Sie beendete jedoch die offenen Kriege zwischen den Städten und gab dem Jedek-Orden eine bis dahin unbekannte politische Macht. Besonders seine Aufsicht über das Wasser und das gemeinsame Recht machte ihn zur wichtigsten überstaatlichen Institution der Südlande. | |||
== Die Jahrhunderte der verdeckten Konflikte == | |||
Nach der Gründung der Allianz begann eine lange Phase brüchigen Friedens. Die Stadtstaaten hatten viele alte Rechnungen offen, durften ihre Streitigkeiten aber nicht mehr in offenen Kriegen austragen. An die Stelle großer Feldzüge traten Adelsfehden, Sabotage, Spionage, Auftragsmorde und gelegentliche Zusammenstöße kleiner Söldnerverbände. | |||
Gleichzeitig erholte sich der Handel. Die Nordländer aus Borrograd wurden zu festen Handelspartnern, während die Grenze zum Mittelreich weitgehend geschlossen blieb. Gilgardor gewann als neutraler Umschlagplatz weiter an Bedeutung. | |||
Um 160 v. Ill. häuften sich Angriffe von Orks aus dem Großen Rücken. Ein Jahr später schlug die Allianz mehrere Stämme zurück, die die Wasserversorgung Urias unterbrochen hatten. | |||
Zwischen 130 und 120 v. Ill. banden weitere Kämpfe gegen Orks einen großen Teil der südländischen Truppen. Die Bewachung der Großen Mauer wurde vernachlässigt. Spione Kaiser Danthares nutzten diese Schwäche und ermöglichten einem Heer des Mittelreichs den Durchmarsch. Die Truppen umgingen die Faora und belagerten Radgar. | |||
Nach drei Monaten fiel die Hafenstadt und blieb zwei Jahre lang besetzt. Eine Rückeroberung mit militärischen Mitteln schien ausgeschlossen. Schließlich bot die Gilde der Assassinen der Allianz ihre Hilfe an und verlangte dafür eine gewaltige Geldsumme sowie künftige Straffreiheit. In einer einzigen Nacht verschwanden oder starben sämtliche Anführer der Besatzungsmacht. Radgar wurde zurückgewonnen. Seitdem unternahm das Mittelreich keinen weiteren großen Versuch, die südlichen Stadtstaaten an Land zu unterwerfen. | |||
== Amal und die Ausweitung nach Süden == | |||
Während die Allianz das Festland stabilisierte, baute Amal seine Macht auf See aus. Die Stadt kolonialisierte die [[Weißmondinseln]] und sicherte sich dadurch neue Nahrungsquellen und Rohstoffe. Ab 100 v. Ill. – 500 n. G. nach Amaler Rechnung – entstanden außerdem Kolonien entlang der südlichen Küste bis zum Dschungel. | |||
Diese Expansion verlief nicht ohne Rückschläge. Zwischen 69 und 55 v. Ill. geriet Amal während der sogenannten Dunklen Jahre unter die Kontrolle einer Gruppe von Magiern aus Gilgardor. Handel, Forschung und Verwaltung der Kolonien wurden vernachlässigt. Der Priester Hamid Alzaid befreite den Rat schließlich aus der magischen Beherrschung und wurde nach blutigen Kämpfen zum neuen Hohepriester gewählt. | |||
Im Jahr 43 v. Ill. erhoben sich mehrere Kolonien gegen Amal. Nach fünf Jahren Krieg brachte die Stadt die meisten von ihnen wieder unter ihre Herrschaft. Nur [[Weißmondinseln#Faruk|Faruk]] behauptete seine Unabhängigkeit. Seit 39 v. Ill. unterstützt die Flotte des Mittelreichs die abtrünnige Kolonie. Dadurch gewann das Kaiserreich erstmals seit langer Zeit wieder einen dauerhaften Stützpunkt im südlichen Meer. | |||
Die Vorgänge verschärften die Spannungen innerhalb der Allianz. Amal musste einen großen Teil seiner militärischen Kraft auf die Weißmondinseln konzentrieren und zog sich zunehmend aus den Machtkämpfen auf dem Festland zurück. Brandal und Uria gewannen dadurch insbesondere in Gilgardor größeren Einfluss. | |||
== Die Affäre von Asim == | |||
Im Jahr 5 v. Ill. wurde in der vom In'raal-Orden gehaltenen Festung Asim ein hoher Würdenträger der mittelländischen Ignatus-Kirche angetroffen. Der Vorfall weckte Zweifel an der Zuverlässigkeit des südländischen Ordens. | |||
In der Folge wurde der In'raal-Orden vom Wachdienst an der Großen Mauer abgezogen. Betroffene Truppenteile wurden in den Süden und auf die Waldinseln versetzt, wo sie fortan gegen Orks, Echsenmenschen und andere Gefahren kämpften. Der Jedek-Orden übernahm die geräumten Grenzfestungen. Viele Anhänger In'raals empfanden diese Entscheidung als Entehrung und hegen seither Groll gegen den Jedek-Orden. | |||
Amal beschloss trotz der Affäre, sich aus einer unmittelbaren Auseinandersetzung mit dem Mittelreich herauszuhalten. Eine unbekannte Flotte bedrohte zu dieser Zeit seine Kolonien und band beinahe die gesamte Seemacht der Stadt. Der Rat von Amal verschwieg die Existenz dieser Flotte gegenüber den übrigen Mitgliedern der Allianz. | |||
== Gegenwart == | |||
Mit der Thronbesteigung Kaiser [[Illiasan]]s beginnt das Jahr 1 n. Ill. beziehungsweise 600 n. G. Die Stadtstaaten bleiben formal unabhängig und durch die Allianz von Uria verbunden. Offene Kriege untereinander sind untersagt, doch wirtschaftliche Konkurrenz, Intrigen und alte Feindschaften bestimmen weiterhin ihre Beziehungen. | |||
Illiasan unterwirft sich nicht der Rechtsprechung des Jedek-Ordens. Dieser betrachtet die Weigerung als Provokation und möglicherweise als Bedrohung der von ihm garantierten Ordnung. Diplomatische Verhandlungen dauern an, während die Spannungen zwischen den Südlanden und dem Mittelreich erneut wachsen. | |||
Gleichzeitig ist die Allianz im Inneren weniger geschlossen, als sie nach außen erscheint. Amal konzentriert sich auf seine Kolonien und die unbekannte Bedrohung im Südmeer. Brandal und Uria ringen um Einfluss auf dem Festland und in Gilgardor. Radgar wahrt seine Freiheit durch Handel, Seemacht und ein schwer durchschaubares Geflecht aus Händlern, Freibeutern und Agenten. Der Jedek-Orden hält den Bund zusammen, doch seine zunehmende Macht schafft neue Gegner innerhalb wie außerhalb der Allianz. | |||
== Siehe auch == | |||
* [[:Kategorie:Südlande|Die Südlande]] | |||
* [[Amal#Geschichte und Gegenwart|Geschichte Amals]] | |||
* [[Die Mauer|Die Große Mauer]] | |||
* [[Götter der Südlande]] | |||
[[Kategorie:Ganthor]] | [[Kategorie:Ganthor]] | ||
[[Kategorie:Südlande]] | [[Kategorie:Südlande]] | ||
Aktuelle Version vom 14. August 2026, 21:28 Uhr
Die Geschichte der Südlande ist vor allem die Geschichte ihrer vier großen Stadtstaaten Brandal, Uria, Amal und Radgar. Über viele Jahrhunderte führten sie Kriege gegeneinander, rangen um Wasser, Handelswege und Einfluss und entwickelten dabei sehr unterschiedliche Herrschaftsformen. Erst die gemeinsame Bedrohung durch das Mittelreich zwang sie zu einer dauerhaften politischen Ordnung: der Allianz von Uria.
Die Überlieferung ist lückenhaft. Kriege, Zerstörungen und wechselnde Zeitrechnungen erschweren eine durchgängige Chronologie. Gesicherte Aufzeichnungen reichen in den meisten Städten kaum mehr als 500 Jahre zurück. Einzelne Siedlungen lassen sich etwa 1.000 Jahre zurückverfolgen, während Uria nach den dortigen Überlieferungen bereits vor ungefähr 2.000 Jahren gegründet wurde.
Zeitrechnung
Die Stadtstaaten verwenden teilweise eigene Kalender. Für die gemeinsame Chronologie wird die Thronbesteigung des mittelländischen Kaisers Illiasan als Bezugspunkt verwendet. Ereignisse davor werden mit v. Ill., Ereignisse danach mit n. Ill. bezeichnet.
Besonders ausführliche Aufzeichnungen besitzt Amal. Dort beginnt die Zeitrechnung mit dem Jahr 1 „nach Gwygats Segen“ (n. G.). Dieses entspricht dem Jahr 599 v. Ill. Die Gegenwart, das Jahr 600 n. G., entspricht dem Jahr 1 n. Ill.
| Zeitrechnung der Südlande | Zeitrechnung Amals | Ereignis |
|---|---|---|
| 300 v. Ill. | 300 n. G. | Aufstieg Gilgardors und wachsende Aufmerksamkeit des Mittelreichs |
| 292–291 v. Ill. | 308–309 n. G. | Feldzug und Seeblockade des Mittelreichs |
| 290 v. Ill. | 310 n. G. | Unabhängigkeitserklärungen und Beginn des Mauerbaus |
| 289 v. Ill. | 311 n. G. | Abriegelung der Grenze durch Kaiser Samon VII. |
| 278–276 v. Ill. | 322–324 n. G. | Wasserstreit und erneuter Einfall des Mittelreichs |
| 275 v. Ill. | 325 n. G. | Gründung der Allianz von Uria |
| 1 n. Ill. | 600 n. G. | Gegenwart |
Die frühen Stadtstaaten
Die ältesten Berichte stammen aus den Jahrhunderten nach dem Einschlag des großen Meteoriten. Die Katastrophe verwüstete weite Gebiete des Südens und wird in den Überlieferungen mit der Entstehung der Faora verbunden. Während große Teile des Landes zu Wüste wurden, überlebten oder entstanden am Rand des Großen Rückens neue Siedlungszentren. Dort boten Quellen und Flüsse die Möglichkeit, durch Aquädukte und Bewässerungsanlagen größere Gemeinschaften zu versorgen.
Uria gilt als älteste der heutigen Metropolen. Nach der Gründungssage halfen Zwerge beim Bau des großen Aquädukts, nachdem sie unter der späteren Stadt Obsidian entdeckt hatten. Brandal und Amal entstanden wesentlich später. Radgar entwickelte sich an der Westküste zu einem Hafen zwischen dem Drachenkopfgebirge und dem Dschungel.
Die Stadtstaaten bildeten zunächst keine gemeinsame politische Ordnung. Jeder von ihnen kontrollierte sein Umland, seine Wasserwege und seine Handelsverbindungen selbst. Bündnisse waren meist von kurzer Dauer. Fehden, Grenzstreitigkeiten und Kämpfe um Oasen oder Zuflüsse gehörten über Jahrhunderte zum Verhältnis der Städte.
Auch die erhaltene Geschichte Amals berichtet von dieser Zeit: Um das Jahr 400 v. Ill. stritten Amal, Uria und Brandal um eine Oase am Rand der Faora. Mehrere kleinere Kriege und Scharmützel brachten den Handel zwischen den Städten zeitweise zum Erliegen. Als Ungeheuer das umkämpfte Gebiet unbrauchbar machten, verlor die Oase ihre Bedeutung, ohne dass der grundlegende Gegensatz zwischen den Städten beigelegt worden wäre.
Zwischen 349 und 330 v. Ill. eskalierte der Konflikt zwischen Amal und Uria erneut. Nach der Ermordung des Amaler Hohepriesters Thesar durch Assassinen aus Uria folgten wechselseitige Anschläge. Mehrere Priester Amals und Generäle Urias wurden getötet; drei Siedlungen Urias im Großen Rücken verschwanden unter ungeklärten Umständen. Diese Auseinandersetzungen zeigen, dass die Stadtstaaten bereits vor ihrer späteren Allianz offene Kriege häufig durch Attentate und andere verdeckte Mittel ergänzten.
Der Aufstieg Gilgardors
Um 300 v. Ill. wurde in der Faora die Karawanserei Gilgardor gegründet. Ihre Lage an einer Oase und ihre vergleichsweise niedrigen Zölle machten sie rasch zum wichtigsten Handelsplatz im Inneren der Südlande. Karawanen verbanden dort Brandal, Uria und Amal miteinander. Waren aus den östlichen Städten gelangten über Gilgardor nach Radgar und von dort über das Meer bis nach Borrograd.
Der wachsende Handel vermehrte den Wohlstand aller vier Stadtstaaten. Zugleich erregte er die Aufmerksamkeit Kaiser Samons VII. Die Südlande standen zu dieser Zeit noch unter der nominellen Herrschaft des mittelländischen Kaisers. Dessen tatsächlicher Einfluss hatte jedoch nie ausgereicht, um die weit entfernten Städte dauerhaft zu verwalten. Solange die Region als arm und schwer zugänglich galt, hatten frühere Kaiser ihre Selbstverwaltung geduldet.
Mit dem wirtschaftlichen Aufstieg änderte sich diese Haltung. Samon VII. verlangte Zölle und Abgaben und entsandte Beauftragte nach Radgar und Amal. Beide Städte verweigerten die Zahlung und wiesen die kaiserlichen Vertreter aus.
Der Unabhängigkeitskrieg
Der Feldzug Samons VII.
Im Jahr 292 v. Ill. – nach Amaler Rechnung 308 n. G. – schickte Kaiser Samon VII. ein Expeditionsheer in die Südlande. Dessen Marsch führte auch durch die Einflussgebiete Brandals und Urias und brachte damit weitere Stadtstaaten gegen das Mittelreich auf.
Gleichzeitig begann die kaiserliche Flotte, die südlichen Seewege zu sperren. Besonders die Häfen von Radgar und Amal waren von der Blockade betroffen. In Amal dauerte sie bis 291 v. Ill. an und hatte verheerende Folgen für die Versorgung der Bevölkerung.
Im Jahr 291 v. Ill. verbündeten sich Uria, Brandal und Amal gegen das Expeditionsheer. Mit Hilfe zwergischer Söldner gelang es ihnen, die mittelländischen Truppen zu schlagen.
Unabhängigkeit und Große Mauer
Im Jahr 290 v. Ill. – 310 n. G. nach Amaler Rechnung – erklärten sich die vier Stadtstaaten jeweils für unabhängig. Es entstand noch kein gemeinsamer südländischer Staat; jede Stadt beanspruchte ihre Freiheit für sich.
Auf Initiative Brandals und Radgars begann zugleich der Bau der Großen Mauer an der Grenze zum Mittelreich. Zwergische Baumeister und Arbeiter sollten eine Befestigung errichten, die künftige Vorstöße aus dem Norden verhindern würde. Brandal und Radgar trugen den größten Teil der Finanzierung, weshalb die Arbeiten in der Nähe ihrer Einflussgebiete am schnellsten vorankamen.
Kaiser Samon VII. erkannte die Unabhängigkeit nicht an. Im Jahr 289 v. Ill. ließ er die Grenze vollständig schließen und hielt die Seeblockade aufrecht. Da ein weiterer großer Feldzug ausblieb, versuchten die Stadtstaaten, die Abriegelung durch Schmuggel und Freibeuter zu umgehen. Ab 287 v. Ill. gingen von ihnen bezahlte Kapitäne gezielt gegen kaiserliche Schiffe und Handelsbeschränkungen vor. Diese Zeit gilt als Geburtsstunde des später berüchtigten Piratenwesens der Südlande.
Der Bau der Großen Mauer endete bereits um 280 v. Ill. nach Streitigkeiten mit den beteiligten Zwergen. Die Gründe und die ausstehenden Verpflichtungen sind bis heute nicht vollständig geklärt. Obwohl das Bauwerk unvollendet blieb, bildete es weiterhin eine mächtige Grenzbefestigung. Zunächst übernahm der Orden des In'raal die Bewachung der Mauer und ihrer Festungen.
Wasserstreit und Gründung der Allianz
Zwischen 278 und 276 v. Ill. gerieten Brandal und Uria wegen der Verteilung von Wasser aus dem Großen Rücken in einen schweren Konflikt. Die Unruhen schwächten die Verteidigung beider Städte. Kaiserliche Grenztruppen nutzten die Gelegenheit, überwanden die Große Mauer und stießen bis kurz vor Uria vor.
Der Orden des Jedek griff in den Streit ein. Seine Angehörigen setzten die Anführer der verfeindeten Städte fest und erzwangen einen Waffenstillstand. Brandal und Uria stellten sich daraufhin gemeinsam gegen die Eindringlinge. Radgar und Amal traten ihnen bei. Amal setzte seine inzwischen stark ausgebaute Flotte ein und schlug die kaiserlichen Seestreitkräfte vor Radgar. Nach schweren Kämpfen wurden auch die Landtruppen des Mittelreichs zurückgedrängt.
Der gemeinsame Sieg machte deutlich, dass keiner der Stadtstaaten allein gegen das Mittelreich bestehen konnte. Im Jahr 275 v. Ill. – dem Jahr 325 n. G. in Amal – setzte der Jedek-Orden am Ort des Sieges die Gründung der Allianz von Uria durch.
Die Allianz von Uria
Die Allianz wurde vom Jedek-Orden und den vier Stadtstaaten Brandal, Uria, Amal und Radgar geschlossen. Gilgardor gehörte ihr nicht an, da die Karawanenstadt nicht als eigener Staat betrachtet wurde.
Der Vertrag beruht auf sechs Grundsätzen:
- Jedes Mitglied der Allianz bleibt ein eigenständiger Staat.
- Die Mitglieder verpflichten sich, das Gebiet jedes anderen Mitglieds wie ihr eigenes zu verteidigen.
- Kein Mitglied darf Krieg gegen ein anderes Mitglied führen.
- Für Kapitalverbrechen gelten im Gebiet der Allianz einheitliche Gesetze; die übrige Rechtsprechung bleibt Sache des jeweiligen Stadtstaates.
- Über die Verteilung umstrittener Wasservorkommen im Großen Rücken entscheidet der Jedek-Orden.
- Verletzt ein Mitglied die Grundsätze, kann der Jedek-Orden dessen Herrscher absetzen. Im Notfall müssen die übrigen Stadtstaaten mit Waffengewalt gegen den Abtrünnigen vorgehen.
Die Allianz schuf kein gemeinsames Reich und keine zentrale Regierung. Sie beendete jedoch die offenen Kriege zwischen den Städten und gab dem Jedek-Orden eine bis dahin unbekannte politische Macht. Besonders seine Aufsicht über das Wasser und das gemeinsame Recht machte ihn zur wichtigsten überstaatlichen Institution der Südlande.
Die Jahrhunderte der verdeckten Konflikte
Nach der Gründung der Allianz begann eine lange Phase brüchigen Friedens. Die Stadtstaaten hatten viele alte Rechnungen offen, durften ihre Streitigkeiten aber nicht mehr in offenen Kriegen austragen. An die Stelle großer Feldzüge traten Adelsfehden, Sabotage, Spionage, Auftragsmorde und gelegentliche Zusammenstöße kleiner Söldnerverbände.
Gleichzeitig erholte sich der Handel. Die Nordländer aus Borrograd wurden zu festen Handelspartnern, während die Grenze zum Mittelreich weitgehend geschlossen blieb. Gilgardor gewann als neutraler Umschlagplatz weiter an Bedeutung.
Um 160 v. Ill. häuften sich Angriffe von Orks aus dem Großen Rücken. Ein Jahr später schlug die Allianz mehrere Stämme zurück, die die Wasserversorgung Urias unterbrochen hatten.
Zwischen 130 und 120 v. Ill. banden weitere Kämpfe gegen Orks einen großen Teil der südländischen Truppen. Die Bewachung der Großen Mauer wurde vernachlässigt. Spione Kaiser Danthares nutzten diese Schwäche und ermöglichten einem Heer des Mittelreichs den Durchmarsch. Die Truppen umgingen die Faora und belagerten Radgar.
Nach drei Monaten fiel die Hafenstadt und blieb zwei Jahre lang besetzt. Eine Rückeroberung mit militärischen Mitteln schien ausgeschlossen. Schließlich bot die Gilde der Assassinen der Allianz ihre Hilfe an und verlangte dafür eine gewaltige Geldsumme sowie künftige Straffreiheit. In einer einzigen Nacht verschwanden oder starben sämtliche Anführer der Besatzungsmacht. Radgar wurde zurückgewonnen. Seitdem unternahm das Mittelreich keinen weiteren großen Versuch, die südlichen Stadtstaaten an Land zu unterwerfen.
Amal und die Ausweitung nach Süden
Während die Allianz das Festland stabilisierte, baute Amal seine Macht auf See aus. Die Stadt kolonialisierte die Weißmondinseln und sicherte sich dadurch neue Nahrungsquellen und Rohstoffe. Ab 100 v. Ill. – 500 n. G. nach Amaler Rechnung – entstanden außerdem Kolonien entlang der südlichen Küste bis zum Dschungel.
Diese Expansion verlief nicht ohne Rückschläge. Zwischen 69 und 55 v. Ill. geriet Amal während der sogenannten Dunklen Jahre unter die Kontrolle einer Gruppe von Magiern aus Gilgardor. Handel, Forschung und Verwaltung der Kolonien wurden vernachlässigt. Der Priester Hamid Alzaid befreite den Rat schließlich aus der magischen Beherrschung und wurde nach blutigen Kämpfen zum neuen Hohepriester gewählt.
Im Jahr 43 v. Ill. erhoben sich mehrere Kolonien gegen Amal. Nach fünf Jahren Krieg brachte die Stadt die meisten von ihnen wieder unter ihre Herrschaft. Nur Faruk behauptete seine Unabhängigkeit. Seit 39 v. Ill. unterstützt die Flotte des Mittelreichs die abtrünnige Kolonie. Dadurch gewann das Kaiserreich erstmals seit langer Zeit wieder einen dauerhaften Stützpunkt im südlichen Meer.
Die Vorgänge verschärften die Spannungen innerhalb der Allianz. Amal musste einen großen Teil seiner militärischen Kraft auf die Weißmondinseln konzentrieren und zog sich zunehmend aus den Machtkämpfen auf dem Festland zurück. Brandal und Uria gewannen dadurch insbesondere in Gilgardor größeren Einfluss.
Die Affäre von Asim
Im Jahr 5 v. Ill. wurde in der vom In'raal-Orden gehaltenen Festung Asim ein hoher Würdenträger der mittelländischen Ignatus-Kirche angetroffen. Der Vorfall weckte Zweifel an der Zuverlässigkeit des südländischen Ordens.
In der Folge wurde der In'raal-Orden vom Wachdienst an der Großen Mauer abgezogen. Betroffene Truppenteile wurden in den Süden und auf die Waldinseln versetzt, wo sie fortan gegen Orks, Echsenmenschen und andere Gefahren kämpften. Der Jedek-Orden übernahm die geräumten Grenzfestungen. Viele Anhänger In'raals empfanden diese Entscheidung als Entehrung und hegen seither Groll gegen den Jedek-Orden.
Amal beschloss trotz der Affäre, sich aus einer unmittelbaren Auseinandersetzung mit dem Mittelreich herauszuhalten. Eine unbekannte Flotte bedrohte zu dieser Zeit seine Kolonien und band beinahe die gesamte Seemacht der Stadt. Der Rat von Amal verschwieg die Existenz dieser Flotte gegenüber den übrigen Mitgliedern der Allianz.
Gegenwart
Mit der Thronbesteigung Kaiser Illiasans beginnt das Jahr 1 n. Ill. beziehungsweise 600 n. G. Die Stadtstaaten bleiben formal unabhängig und durch die Allianz von Uria verbunden. Offene Kriege untereinander sind untersagt, doch wirtschaftliche Konkurrenz, Intrigen und alte Feindschaften bestimmen weiterhin ihre Beziehungen.
Illiasan unterwirft sich nicht der Rechtsprechung des Jedek-Ordens. Dieser betrachtet die Weigerung als Provokation und möglicherweise als Bedrohung der von ihm garantierten Ordnung. Diplomatische Verhandlungen dauern an, während die Spannungen zwischen den Südlanden und dem Mittelreich erneut wachsen.
Gleichzeitig ist die Allianz im Inneren weniger geschlossen, als sie nach außen erscheint. Amal konzentriert sich auf seine Kolonien und die unbekannte Bedrohung im Südmeer. Brandal und Uria ringen um Einfluss auf dem Festland und in Gilgardor. Radgar wahrt seine Freiheit durch Handel, Seemacht und ein schwer durchschaubares Geflecht aus Händlern, Freibeutern und Agenten. Der Jedek-Orden hält den Bund zusammen, doch seine zunehmende Macht schafft neue Gegner innerhalb wie außerhalb der Allianz.