Tafelberg: Unterschied zwischen den Versionen
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Der Tafelberg | Der '''Tafelberg''' ist ein beinahe ovales Gebirgsmassiv am westlichen Rand des [[Mittelreich]]s. Seine steilen Flanken ragen unvermittelt aus dem Umland auf und enden in etwa 1.200 Schritt Höhe in einem weiten Hochland. Den größten Teil dieser Fläche nimmt ein mächtiger Gebirgssee ein. Aus ihm entspringen [[Argas]] und [[Gerras]], die beiden Ströme des [[Zweistromtal]]s. | ||
Am Südufer des | Für die Menschen des Mittelreichs ist der Berg zugleich Grenzland, heiliger Ort und Ursprung der lebensspendenden Flüsse. Seine schwer zugängliche Westseite wird jedoch von Orks, Ogern und Bergtrollen bewohnt. Am Südufer des Hochsees schützt die Ordensburg [[Sonnenfaust]] den Übergang in das Reich. | ||
== Landschaft und Gewässer == | |||
Aus der Ferne wirkt der Tafelberg wie ein einziger gewaltiger Block. Erst aus der Nähe werden tiefe Einschnitte, vorgelagerte Felssporne und bewachsene Hänge sichtbar. Große Teile der Süd- und Ostflanke sind so steil, dass ein Aufstieg mit Pferden, Wagen oder einer geschlossenen Streitmacht kaum möglich ist. Schmale Steige enden häufig an Felswänden oder werden nach Regen und Frost unpassierbar. | |||
Auf dem Hochland öffnet sich überraschend der große See. Sein Ostufer ist erforscht und wird von Angehörigen des Ignatus-Ordens, Kundschaftern und einzelnen Reisenden begangen. Am Westufer reichen Wälder, felsige Hänge und unbekannte Täler bis dicht an das Wasser. Nebel und rasch wechselndes Wetter erschweren dort die Orientierung. | |||
Am südlichen Rand verengt sich der See. Sein Abfluss teilt sich zunächst in mehrere Arme, die zwischen den Pfeilern der Sonnenfaust hindurchströmen. Jenseits der Festung stürzen die Wassermassen in einem breiten System aus Wasserfällen und Felsstufen vom Berg. Unterhalb trennen sich die Gewässer in Argas und Gerras und fließen durch das Zweistromtal nach Süden. | |||
Die Gischt ist weithin sichtbar. Bei starkem Wind wird sie über die Hänge getragen und macht selbst entfernte Pfade rutschig. Das beständige Donnern des Wassers überdeckt Rufe und andere Geräusche. Reisende am Fuß des Berges können die Sonnenfaust deshalb häufig sehen, lange bevor sie Einzelheiten der Festung erkennen. | |||
== Das geteilte Hochland == | |||
Das Ostufer gilt als der zugänglichere Teil des Hochlandes. Von der Sonnenfaust aus werden Wege, Aussichtspunkte und die unmittelbare Umgebung des Sees beobachtet. Vollständig beherrscht ist auch dieser Bereich nicht: Wetterumschwünge, Steinschlag und vereinzelte Kreaturen machen Reisen abseits der bekannten Pfade gefährlich. | |||
Das Westufer gehört zu den wenig erforschten Gebieten an der Grenze des Mittelreichs. Dort leben mehrere größere Orkstämme. Auch [[Bergtrolle]] und Oger werden regelmäßig beobachtet; manche Oger unterstützen die Orks. Die Stämme sind überwiegend sesshaft und haben bislang keinen Versuch unternommen, an der Sonnenfaust vorbei in das Reich vorzustoßen. Dennoch betrachtet das Mittelreich ihre Anwesenheit auf dem heiligen Berg als Bedrohung und Entweihung. | |||
Frühere Versuche, die Orks zu vertreiben, scheiterten vor allem am Gelände. Von Süden und Osten lässt sich keine größere Armee auf das Hochland führen. Die nördlichen Hänge bieten dagegen verborgene Aufstiege und gute Rückzugswege in Richtung des [[Weites Hügelland|Weiten Hügellandes]]. Orkische Rotten nutzen diese Wege, ohne dass daraus immer ein gemeinsamer Feldzug der Stämme entsteht. | |||
Nach der Zerstörung der [[Lichterfeste]] ließ der Kaiser nordöstlich des Tafelbergs die [[Heerlager des Mittelreichs]] errichten. Sie sollen größere Orkzüge erkennen, die aus den nördlichen Ausläufern hervortreten. Zwischen den Lagern, der Sonnenfaust und den Orkstämmen herrscht gegenwärtig eine angespannte Ruhe. | |||
== Bedeutung für das Mittelreich == | |||
Die Menschen des Mittelreichs verehren den Tafelberg als Ursprung ihrer beiden großen Flüsse. Nach religiöser Überlieferung gehen See und Wasserfälle auf das Wirken eines Engels zurück. Die Sonnenfaust bewacht deshalb nicht nur einen strategischen Übergang, sondern einen heiligen Ort des [[Kult des Ignatus|Ignatus-Kultes]]. | |||
Für das Zweistromtal besitzt der Berg eine unmittelbarere Bedeutung. Argas und Gerras versorgen Felder, Städte und Handelswege mit Wasser. Veränderungen am Hochsee oder an seinen Abflüssen würden weit im Süden spürbar werden. Berichte über ungewöhnlich hohen oder niedrigen Wasserstand werden daher ernst genommen, selbst wenn ihre Ursache meist in Niederschlag, Schneeschmelze oder einem Unwetter liegt. | |||
== Reise und Gefahren == | |||
Der Tafelberg ist kein gewöhnliches Reiseziel. Wer die Sonnenfaust erreichen will, benötigt einen bekannten Weg, Erlaubnis des Ordens und gewöhnlich einen ortskundigen Führer. An den steilen Flanken können ein Wetterwechsel oder ein kleiner Steinschlag den Rückweg abschneiden. In der Nähe der Wasserfälle kommen Lärm, Gischt und glatte Felsen hinzu. | |||
Am Westufer drohen Begegnungen mit Orks, Ogern und Bergtrollen. Nicht jede Begegnung endet zwangsläufig im Kampf, doch Reisende können kaum erkennen, welches Gebiet ein Stamm beansprucht oder welche Abmachungen zwischen den Bewohnern des Hochlandes gelten. Auch Kundschafter des Mittelreichs betreten diese Seite nur mit Vorsicht. | |||
== Gerüchte und Abenteuerideen == | |||
* Der Wasserspiegel des Hochsees sinkt mehrere Tage lang, obwohl Argas und Gerras unverändert viel Wasser führen. Der Ignatus-Orden sucht unauffällig nach der Ursache. | |||
* Ein schwer verletzter Ork erreicht das Ostufer und verlangt Schutz vor etwas, das seinen Stamm aus einem westlichen Tal vertrieben habe. | |||
* Eine alte Steigkarte zeigt einen gangbaren Aufstieg an der Südflanke. Der Weg beginnt tatsächlich, endet aber an einer frisch aufgebrochenen Felsspalte. | |||
* Kundschafter sehen nachts Lichter auf einer unbewohnten Insel des Hochsees. Von der Sonnenfaust wurde niemand dorthin entsandt. | |||
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Aktuelle Version vom 12. August 2026, 20:48 Uhr

Der Tafelberg ist ein beinahe ovales Gebirgsmassiv am westlichen Rand des Mittelreichs. Seine steilen Flanken ragen unvermittelt aus dem Umland auf und enden in etwa 1.200 Schritt Höhe in einem weiten Hochland. Den größten Teil dieser Fläche nimmt ein mächtiger Gebirgssee ein. Aus ihm entspringen Argas und Gerras, die beiden Ströme des Zweistromtals.
Für die Menschen des Mittelreichs ist der Berg zugleich Grenzland, heiliger Ort und Ursprung der lebensspendenden Flüsse. Seine schwer zugängliche Westseite wird jedoch von Orks, Ogern und Bergtrollen bewohnt. Am Südufer des Hochsees schützt die Ordensburg Sonnenfaust den Übergang in das Reich.
Landschaft und Gewässer
Aus der Ferne wirkt der Tafelberg wie ein einziger gewaltiger Block. Erst aus der Nähe werden tiefe Einschnitte, vorgelagerte Felssporne und bewachsene Hänge sichtbar. Große Teile der Süd- und Ostflanke sind so steil, dass ein Aufstieg mit Pferden, Wagen oder einer geschlossenen Streitmacht kaum möglich ist. Schmale Steige enden häufig an Felswänden oder werden nach Regen und Frost unpassierbar.
Auf dem Hochland öffnet sich überraschend der große See. Sein Ostufer ist erforscht und wird von Angehörigen des Ignatus-Ordens, Kundschaftern und einzelnen Reisenden begangen. Am Westufer reichen Wälder, felsige Hänge und unbekannte Täler bis dicht an das Wasser. Nebel und rasch wechselndes Wetter erschweren dort die Orientierung.
Am südlichen Rand verengt sich der See. Sein Abfluss teilt sich zunächst in mehrere Arme, die zwischen den Pfeilern der Sonnenfaust hindurchströmen. Jenseits der Festung stürzen die Wassermassen in einem breiten System aus Wasserfällen und Felsstufen vom Berg. Unterhalb trennen sich die Gewässer in Argas und Gerras und fließen durch das Zweistromtal nach Süden.
Die Gischt ist weithin sichtbar. Bei starkem Wind wird sie über die Hänge getragen und macht selbst entfernte Pfade rutschig. Das beständige Donnern des Wassers überdeckt Rufe und andere Geräusche. Reisende am Fuß des Berges können die Sonnenfaust deshalb häufig sehen, lange bevor sie Einzelheiten der Festung erkennen.
Das geteilte Hochland
Das Ostufer gilt als der zugänglichere Teil des Hochlandes. Von der Sonnenfaust aus werden Wege, Aussichtspunkte und die unmittelbare Umgebung des Sees beobachtet. Vollständig beherrscht ist auch dieser Bereich nicht: Wetterumschwünge, Steinschlag und vereinzelte Kreaturen machen Reisen abseits der bekannten Pfade gefährlich.
Das Westufer gehört zu den wenig erforschten Gebieten an der Grenze des Mittelreichs. Dort leben mehrere größere Orkstämme. Auch Bergtrolle und Oger werden regelmäßig beobachtet; manche Oger unterstützen die Orks. Die Stämme sind überwiegend sesshaft und haben bislang keinen Versuch unternommen, an der Sonnenfaust vorbei in das Reich vorzustoßen. Dennoch betrachtet das Mittelreich ihre Anwesenheit auf dem heiligen Berg als Bedrohung und Entweihung.
Frühere Versuche, die Orks zu vertreiben, scheiterten vor allem am Gelände. Von Süden und Osten lässt sich keine größere Armee auf das Hochland führen. Die nördlichen Hänge bieten dagegen verborgene Aufstiege und gute Rückzugswege in Richtung des Weiten Hügellandes. Orkische Rotten nutzen diese Wege, ohne dass daraus immer ein gemeinsamer Feldzug der Stämme entsteht.
Nach der Zerstörung der Lichterfeste ließ der Kaiser nordöstlich des Tafelbergs die Heerlager des Mittelreichs errichten. Sie sollen größere Orkzüge erkennen, die aus den nördlichen Ausläufern hervortreten. Zwischen den Lagern, der Sonnenfaust und den Orkstämmen herrscht gegenwärtig eine angespannte Ruhe.
Bedeutung für das Mittelreich
Die Menschen des Mittelreichs verehren den Tafelberg als Ursprung ihrer beiden großen Flüsse. Nach religiöser Überlieferung gehen See und Wasserfälle auf das Wirken eines Engels zurück. Die Sonnenfaust bewacht deshalb nicht nur einen strategischen Übergang, sondern einen heiligen Ort des Ignatus-Kultes.
Für das Zweistromtal besitzt der Berg eine unmittelbarere Bedeutung. Argas und Gerras versorgen Felder, Städte und Handelswege mit Wasser. Veränderungen am Hochsee oder an seinen Abflüssen würden weit im Süden spürbar werden. Berichte über ungewöhnlich hohen oder niedrigen Wasserstand werden daher ernst genommen, selbst wenn ihre Ursache meist in Niederschlag, Schneeschmelze oder einem Unwetter liegt.
Reise und Gefahren
Der Tafelberg ist kein gewöhnliches Reiseziel. Wer die Sonnenfaust erreichen will, benötigt einen bekannten Weg, Erlaubnis des Ordens und gewöhnlich einen ortskundigen Führer. An den steilen Flanken können ein Wetterwechsel oder ein kleiner Steinschlag den Rückweg abschneiden. In der Nähe der Wasserfälle kommen Lärm, Gischt und glatte Felsen hinzu.
Am Westufer drohen Begegnungen mit Orks, Ogern und Bergtrollen. Nicht jede Begegnung endet zwangsläufig im Kampf, doch Reisende können kaum erkennen, welches Gebiet ein Stamm beansprucht oder welche Abmachungen zwischen den Bewohnern des Hochlandes gelten. Auch Kundschafter des Mittelreichs betreten diese Seite nur mit Vorsicht.
Gerüchte und Abenteuerideen
- Der Wasserspiegel des Hochsees sinkt mehrere Tage lang, obwohl Argas und Gerras unverändert viel Wasser führen. Der Ignatus-Orden sucht unauffällig nach der Ursache.
- Ein schwer verletzter Ork erreicht das Ostufer und verlangt Schutz vor etwas, das seinen Stamm aus einem westlichen Tal vertrieben habe.
- Eine alte Steigkarte zeigt einen gangbaren Aufstieg an der Südflanke. Der Weg beginnt tatsächlich, endet aber an einer frisch aufgebrochenen Felsspalte.
- Kundschafter sehen nachts Lichter auf einer unbewohnten Insel des Hochsees. Von der Sonnenfaust wurde niemand dorthin entsandt.