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Akademie des Jedek: Unterschied zwischen den Versionen

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[[Datei:Adlerburg_Tal_des_Kriegers.png|mini|hochkant=1.7|Der Weiße Ritter bewacht den Aufstieg zum Eissee und zur Adlerburg]]
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Die '''Akademie des Jedek''' ist das geistige und verwaltende Zentrum der '''Adlerburg''', einer der drei großen [[Trutzburgen des Jedek]]. Die abgeschiedene Ordensburg liegt in einem Nebental des [[Großer Rücken|Großen Rückens]] und ist vor allem für ihre [[Königsadler]]reiter bekannt. Gemeinsam mit [[Burg Harwing]] und [[Festung Donnerklippe]] gehört sie zu den wichtigsten Machtzentren des [[Kult des Jedek|Jedek-Ordens]].
 
Der Name ''Adlerburg'' bezeichnet die gesamte, über viele Meilen gestaffelte Anlage: das Tal des Kriegers, den monumentalen Weißen Ritter, den verborgenen Pass, den Eissee, die marmorne Akademie und die Horste auf den Gipfelklippen. Die eigentliche Akademie ist dagegen nur der Komplex am Nordufer des Sees. Sie dient fortgeschrittenen Studien, der Bewahrung von Reliquien und Schriften sowie der Auswahl und Spezialausbildung der Königsadlerreiter.
 
Anders als eine gewöhnliche Burg besitzt die Adlerburg keine geschlossene Ringmauer. Enge Täler, verborgene Wege, steile Felsen und leicht zu sperrende Brücken machen sie dennoch zu einer der am schwersten zugänglichen Festungen des Mittelreichs.
 
== Stellung unter den Trutzburgen ==
 
Die drei Trutzburgen unterhalten gemeinsam das Heer des Jedek-Ordens und bewahren dessen wichtigste Heiligtümer. Jede von ihnen wird von einem Hohepriester geleitet. Der Hohepriester der Adlerburg ist Burgherr, oberster Richter und Befehlshaber der dort stationierten Templer. Gemeinsam mit den Hohepriestern von Harwing und Donnerklippe entscheidet er über die Auslegung des ''Codex Iedecis'' und über Angelegenheiten, die den gesamten Orden betreffen.
 
Ein Akademieleiter verantwortet unter ihm den Studienbetrieb, die Bibliotheken und die Aufnahme von Gästen. Die Horste und die Ausbildung der Adlerreiter stehen unter der Aufsicht erfahrener Reiter. Die Trennung der Aufgaben soll verhindern, dass militärische Entscheidungen, Rechtsprechung und Gelehrsamkeit vollständig in einer Hand liegen.
 
Die Adlerburg ist nicht der gewöhnliche Ausgangspunkt einer Ordenslaufbahn. Junge Anwärter leisten zunächst mehrere Jahre als Knappen in den Truppen des Ordens und werden in Kampf, Schrift, Recht und den Lehren Jedeks unterrichtet. Erst bewährte Templer, Priester und besonders befähigte Gelehrte gelangen für weiterführende Studien oder besondere Prüfungen an die Akademie. Noch kleiner ist der Kreis derjenigen, die zur Ausbildung auf einem Königsadler zugelassen werden.
 
Militärisch überwacht die Adlerburg die östlichen Gebiete Cors und schwer zugängliche Übergänge des Großen Rückens. Adlerreiter erkunden Gebirgspässe, überbringen dringende Nachrichten und verfolgen bewegliche Gegner. Sie bilden jedoch nur einen kleinen Teil der Burgbesatzung. Templer, Knappen, Wachen, Tiermeister, Handwerker und Versorger tragen den gewöhnlichen Dienst.
 
== Das Tal des Kriegers ==
 
Das Tal des Kriegers ist etwa sechzig Meilen lang und gehört zu den größten Nebentälern im Vorgebirge des Großen Rückens. Durch seinen doppelt gekrümmten Verlauf bleibt sein oberes Ende lange verborgen. Erst wenige Meilen vor dem Weißen Ritter öffnet sich der Blick auf das gewaltige Monument.
 
Der leicht grünlich gefärbte Fluss '''Grünstahl''' windet sich durch ein enges, dicht bewaldetes Tal. Seine Farbe stammt von gelösten Mineralien. Felsige Ufer, steile Spalten und knorrige Bäume bestimmen die Landschaft. Nur an wenigen Stellen weicht der Wald kleinen Wiesen und gerodeten Flächen.
 
Der gewundene Weg durch das Tal misst annähernd neunzig Meilen. Zu Fuß dauert die Reise gewöhnlich vier bis fünf Tage, bei schlechtem Wetter länger. Er folgt dem Grünstahl, weicht aber wiederholt Schluchten, Geröllfeldern und unpassierbaren Ufern aus. Schreine des Jedek, [[Ignatus]] und [[Yarrl]] markieren Rastplätze und Wegabschnitte.
 
=== Bewohner und Versorgung ===
 
Im unteren und mittleren Tal leben einige Menschen in einfachen Blockhäusern aus Holz und Lehm. Sie betreiben kleine Höfe, schlagen Bauholz, unterhalten Sägewerke und fertigen Schnitzereien. Besonders beliebt sind Darstellungen des Weißen Ritters sowie Figuren gepanzerter Reiter zu Pferd oder auf einem Adler.
 
Die Bewohner versorgen Reisende gegen Bezahlung mit warmen Mahlzeiten, Schlafplätzen und Nachrichten über den Zustand des Weges. Zugleich liefern sie Holz, Lebensmittel und einfache Handwerkswaren an die Adlerburg. Der Orden schützt die Höfe vor Räubern und gefährlichen Kreaturen, greift aber nur selten in ihren Alltag ein. Templer kontrollieren regelmäßig Brücken und Schreine und begleiten größere Versorgungstransporte.
 
Pilger, Boten und Händler dürfen das untere Tal gewöhnlich durchqueren. Je näher sie dem Weißen Ritter kommen, desto häufiger werden sie kontrolliert. Auf den letzten zwanzig Meilen gibt es keine Bauernhäuser mehr. Das Tal wird dort zu einer engen Schlucht, in der sich nur wenige sichere Lagerplätze befinden.
 
== Der Weiße Ritter ==
 
Kurz nachdem der stahlblaue '''Schwertfall''' in den Grünstahl mündet, erhebt sich der Weiße Ritter zwischen den Baumwipfeln. Das etwa 260 Schritt hohe Bauwerk zeigt einen Ritter in Plattenrüstung mit einem eng nach hinten fallenden Umhang. Sein behelmter Kopf ist nach Westen in Richtung [[Kalesch]] gewandt. Beide Hände halten den Griff eines senkrecht aufgestellten Schwertes.
 
Erst aus geringer Entfernung wird sichtbar, dass die funkelnde Klinge ein meisterhaft eingefasster Wasserlauf ist. Wasser aus dem Eissee strömt durch das Innere des Bauwerks und fällt entlang der Schwertklinge in einen kleinen See zu Füßen der Statue. Gischt und feiner Nebel legen sich über die Umgebung. Im Frühling und Herbst bilden Blumen, Sträucher und verfärbtes Laub zu beiden Seiten einen weiten natürlichen Mantel.
 
Schwalben nisten zu Tausenden in den Felsen und an geschützten Teilen des Monuments. Nach einer verbreiteten Sage warnen sie den Ritter vor Gefahr. Tatsächlich genügt bereits die Annäherung eines Menschen an ihre Nester, um ein weithin hörbares Schimpfen und Flattern auszulösen.
 
=== Bau und Wasserwerk ===
 
Der Weiße Ritter besteht überwiegend aus weißem Marmor, der auf der Hochebene oberhalb des Tales gebrochen wurde. Große Holzkräne und Seilzüge ließen die Blöcke Stück für Stück an ihren Platz hinab. Die Grobarbeiten dauerten etwa fünfundzwanzig Wenden; Gesicht, Hände, Füße, Rüstungsteile und Schwertknauf beanspruchten weitere fünf Wenden.
 
Offizielle Darstellungen des Ordens betonen, das Monument sei das Werk menschlicher Ingenieure. Akribische Baupläne, Lieferlisten und Lohnaufzeichnungen für zeitweise mehr als tausend Arbeiter stützen dies. Dennoch hält sich das Gerücht, grauzwergische Baumeister hätten bei Kränen, Wehren und Wasserführung beraten. Der Orden betrachtet solche Vermutungen nicht als Beleidigung, weist aber darauf hin, dass Menschen den Bau ausführten.
 
Im Inneren des Ritters befinden sich Wasserkanäle, Wartungsgänge und ein großes Wehr. Es regelt den Abfluss des Eissees und damit die Wassermenge des Schwertfalls. Der Mechanismus kann den Strom drosseln, aber nicht vollständig und dauerhaft unterbrechen. Wartungsräume und Zugänge werden von der Burgwache gesichert.
 
=== Der verborgene Pass ===
 
Vom Fuß der Statue windet sich ein schmaler Pass in weiten Kehren zur Hochebene. Beginn und Verlauf sind vom Tal aus kaum zu erkennen. Nischen, Altäre und kleine Plattformen geben Pilgern und Anwärtern Gelegenheit zum Gebet. Alte Brücken, Treppen und Seilzüge überwinden Spalten und steile Felsstufen.
 
Der Pass bildet die eigentliche äußere Verteidigung der Adlerburg. Tore, Sperren und vorbereitete Stellungen können ihn an zahlreichen Engstellen blockieren. Wehrgänge und Wartungswege im Fels erlauben es den Verteidigern, einzelne Abschnitte zu beobachten. Die Anlagen wurden seit langer Zeit nicht gegen eine große Armee eingesetzt, werden aber instand gehalten und bei Übungen regelmäßig geschlossen.
 
Auf Höhe des linken Arms führt der Weg hinter den Weißen Ritter. Dort öffnet sich erstmals der Blick auf den Eissee. Das Wasser strömt durch Kanäle im Rücken des Monuments zum Wehr und weiter in die Schwertklinge, während Kopf und Schultern der Statue über dem unteren Tal sichtbar bleiben.
 
== Der Eissee ==
 
Der Eissee ist im Bereich des Ritters fast kreisrund, windet sich aber in einem schmalen langen Teil Richtung Osten in ein Gletschertal. Dieser Gletscher speist den Eissee mit Schmelzwasser. Das Gletschertor kann über fünfzig Schritt breit und bis zu zwanzig Schritt hoch sein. In kalten Wenden reicht ein Hohlraum unter dem Eis weit in den Gletscher hinein, doch sein Betreten ist wegen Einsturz, Schmelzwasser und plötzlicher Eisbewegungen gefährlich.
 
Der See liegt knapp oberhalb der Baumgrenze. Kräuter, Blumen und niedrige Sträucher bedecken die flacheren Ufer. Schneebedeckte Gipfel umschließen das Becken, ohne ihm das Sonnenlicht vollständig zu nehmen. Schmelzwasserläufe, Geröll und Erdrutsche erschweren eine Umrundung.
 
Die Akademie nimmt einen begrenzten Abschnitt des Nordufers ein. Von dort führen kontrollierte Wege zu den West- und Ostzugängen, zum ehemaligen Steinbruch und zum Gipfelpfad. Das südliche Ufer wird vom Weißen Ritter und seinen Wasseranlagen beherrscht.
 
Unter Pilgern ist die Erzählung verbreitet, der Wasserspiegel könne innerhalb weniger Augenblicke um viele Schritt sinken und eine Insel mit einem kleinen Tempel freigeben. Manche verbinden dieses Ereignis mit einem blauen Drachen, andere mit der angeblichen Fähigkeit des Weißen Ritters, zum Leben zu erwachen. Der Orden äußert sich zu diesen Geschichten nicht.
 
== Die Akademie des Jedek ==
 
[[Datei:Akademie_des_Jedek_Adlerreiter.png|mini|hochkant=1.7|Die marmorne Akademie am Eissee und die Horste der Königsadler]]
 
Die Akademie ist ein weitläufiger, aber nicht städtischer Komplex aus weißen Marmorbauten, natürlichen Felswänden und offenen Höfen. Bei ihrer Planung wurden Höhlen, Spalten und Überhänge berücksichtigt. Fast kein menschliches Gebäude reicht mehr als ein Dutzend Schritt in den Berg hinein. Säulengänge, Terrassen und schlichte Statuen bestimmen das Bild.
 
Breite Felsspalten teilen die Anlage in mehrere Abschnitte. Lange, schmale Steinbrücken verbinden sie miteinander. Diese Brücken lassen sich bewachen und im Ernstfall sperren, wodurch die scheinbar offene Akademie in getrennte Verteidigungsbereiche zerfällt. Auf eine Ringmauer wurde verzichtet; Fels, See und kontrollierte Zugänge erfüllen denselben Zweck.
 
Das erhöhte Hauptgebäude enthält Versammlungsräume, die Verwaltung und das wichtigste Heiligtum. Im Osten liegen die Bibliotheken und Schreibstuben. Werkstätten, Küchen, Vorratsräume, Unterkünfte und Stallungen befinden sich überwiegend im Westen. Zwei bewachte Tore öffnen sich zu den Uferwegen. Besucher dürfen sie nur mit Erlaubnis passieren.
 
=== Zugang und Studienbetrieb ===
 
Das Tal ist für Pilger und Reisende zugänglich, die Akademie selbst jedoch nicht. Ordensangehörige müssen einen Auftrag, eine Einladung oder einen anerkannten Studienzweck vorweisen. Geladene Gelehrte anderer Kulte und Völker werden begleitet und erhalten nur Zugang zu den für ihre Arbeit notwendigen Bereichen.
 
Die Akademie bildet keine jungen Knappen zu Templern aus. Sie dient dem fortgeschrittenen Studium des Rechts, der Theologie, der Ordensgeschichte und ausgewählter magischer Fragen. Priester beraten über schwierige Urteile, Templer bereiten sich auf besondere Aufgaben vor, und Kopisten bewahren seltene Schriften. Auch Prüfungen für höhere Ämter können hier stattfinden.
 
Der gegenwärtige Konflikt zwischen Kaiser [[Illiasan]] und dem Jedek-Orden ist in der Akademie deutlich spürbar. Illiasan hat den traditionellen Schwur gegenüber dem Orden nicht erneuert. Einige Gelehrte sehen darin einen Bruch mit der Reichsordnung, andere warnen davor, Recht und politische Gegnerschaft gleichzusetzen. Eine gemeinsame Haltung der Adlerburg ist außerhalb des Hohepriesterrates nicht bekannt.
 
=== Heiligtum in der Kristallgrotte ===
 
Im Hauptgebäude wurde eine natürliche Kristallgrotte nahezu unverändert bewahrt. Ein schmaler Gang führt in die annähernd kugelförmige, sechs Schritt hohe Höhle. Auf einem einfachen eisernen Dreifuß steht eine kleine Holzfigur: ein Ritter, der beide Hände mit nach oben gerichteten Handflächen abwägend zur Seite hält.
 
Die Figur gilt als Sinnbild gerechter Abwägung und des Bundes mit dem verborgenen Berater des Ordens. Sie soll vom Atem eines blauen Drachen berührt worden sein. Tatsächlich strahlt das Holz ein schwaches bläuliches Licht aus und erscheint bei magischer Betrachtung leicht verzaubert. Gläubige bitten vor ihr nicht um Sieg, sondern um Klarheit und ein gerechtes Urteil.
 
=== Wasser und Abwasser ===
 
Ein mineralreicher Gebirgsbach wurde oberhalb des westlichen Komplexes gefasst. Sein klares, geruchloses Wasser besitzt eine intensive grünliche Farbe. Offene Rinnen verteilen es auf Küchen, Waschplätze, Werkstätten, Brunnen und kleine Zierteiche.
 
Abwasser wird getrennt in geschlossenen Kanälen gesammelt. Diese umgehen den Eissee und treten erst unterhalb des Weißen Ritters wieder zutage, wo sie dem Grünstahl zufließen. Die Trennung schützt den heiligen See und verhindert, dass Abfälle in die Nähe der verborgenen Drachenbucht gelangen. Wartungstrupps kontrollieren Rinnen, Filterbecken und Tunnel regelmäßig.
 
== Die Bibliotheken ==
 
Den größten Teil des östlichen Komplexes nimmt die Ordensbibliothek ein. Sie erreicht weder die thematische Breite der großen Bibliotheken Kaleschs noch die Menge ihrer Bestände. In Recht, Theologie und Ordensgeschichte gehört sie jedoch zu den bedeutendsten Sammlungen des Mittelreichs. Hinzu kommen ausgewählte Werke über Magie, Drachen, Staatswesen und die Geschichte des Großen Rückens.
 
Mehr als ein Dutzend Kopisten vervielfältigt seltene Schriften und erstellt Abschriften beschädigter Bücher. Priester, Rechtsgelehrte und einzelne Magier vergleichen Urteile, Chroniken und alte Lehrtexte. Besonders gefährliche oder politisch heikle Werke werden in verschlossenen Räumen verwahrt.
 
==Weitere Gebäude==
 
=== Das Haus der Grauzwerge ===
 
Aufgrund alter freundschaftlicher Beziehungen zu einer angesehenen Sippe der [[Grauzwerge]] wurde am Rand des Bibliotheksbezirks ein eigenes Studienhaus errichtet. Grauzwergische Gelehrte können dort arbeiten und ausgewählte Schriften, Steintafeln oder technische Zeichnungen mit menschlichen Forschern vergleichen.
 
Der Austausch ist nicht gleichmäßig. Die Grauzwerge entscheiden selbst, welche Aufzeichnungen sie öffnen. Besonders begehrt sind Texte über Himmelsbeobachtung, Mechanik, Drachen und Metallbearbeitung. Der Orden bietet im Gegenzug Abschriften menschlicher Chroniken, Rechtswerke und theologischer Abhandlungen.
 
Das Studienhaus ist die einzige Anlage, von der behauptet wird, sie reiche weit in den Berg. Templer erzählen von einem verborgenen Zugang zum Reich der Grauzwerge. Kein menschlicher Besucher konnte dies bestätigen. Möglich ist ebenso, dass Lagerräume und natürliche Spalten den Eindruck größerer Tiefe erwecken.
 
=== Der Gipfelpfad ===
 
Ein dritter, geheimer Weg führt aus der Akademie zum Gipfel. Sein Beginn liegt zwischen den Felsbauten verborgen und wird nur Anwärtern, Führern und Adlerreitern offenbart. Der steile Aufstieg führt über ausgesetzte Stufen und schmale Felsbänder.
 
In der Umgebung leben [[Bergtrolle]]. Ihr Fell macht sie zwischen Fels und Schnee schwer erkennbar. Sie meiden die hellen Marmorbauten und stark begangenen Teile der Akademie, bedrohen aber abgelegene Abschnitte. Neue Anwärter werden deshalb bis zum oberen Schrein begleitet. Erst spätere Wege müssen sie unter kontrollierten Bedingungen selbst bewältigen.
 
Am Gipfel steht ein schlichter Jedek-Schrein, der nachts als Signalfeuer dient. Dahinter fällt die abgewandte Seite des Berges über eine Meile lang fast senkrecht ab. Auf natürlichen Vorsprüngen dieser Wand liegen die Horste der Königsadler.
 
=== Horste und Ausbildung der Adlerreiter ===
 
Königsadler erreichen etwa vier Schritt Höhe und eine Spannweite von bis zu fünfzehn Schritt. Sie benötigen die starken Aufwinde an den Hängen des Großen Rückens, um mit einem gerüsteten Reiter sicher zu starten. Tiermeister ziehen nur wenige Jungtiere gleichzeitig auf.
 
Nur bewährte Templer werden für die Ausbildung zum Königsadlerreiter vorgeschlagen. Frömmigkeit, Urteilskraft, körperliche Belastbarkeit und die Fähigkeit, selbstständig zu handeln, gelten als ebenso wichtig wie Geschick im Kampf. Ein hervorragender Reiter ist ungeeignet, wenn er Befehle ohne Abwägung ausführt oder die Verantwortung für Menschen am Boden geringschätzt.
 
Ein Anwärter verbringt zunächst lange Zeit am Horst, versorgt die Tiere und lernt ihre Bewegungen zu deuten. Die Verbindung zu einem bestimmten Adler kann nicht erzwungen werden. Nimmt ein Jungtier den Anwärter nicht an, wird die Ausbildung beendet oder mit großem zeitlichem Abstand neu begonnen. Erst nach gemeinsamem Bodentraining folgen kurze Gleitflüge, Starts vom Hang und schließlich der erste freie Flug.
 
Später üben Reiter Aufklärung, Nachrichtenflug, Landung auf begrenztem Raum und Lanzenkampf. Ein Scheitern kann schwere Verletzungen oder den Tod bedeuten. Wer die Ausbildung vollendet, erhält hochwertige Rüstung und Waffen und genießt im Orden großes Ansehen. Reiter und Adler bleiben gewöhnlich dauerhaft verbunden; der Verlust eines Partners beendet häufig den aktiven Flugdienst des anderen.
 
== Verborgene und gefährliche Orte ==
 
=== Der Hort des Drachen ===
 
Der Mythos vom sinkenden Eissee beruht auf einer Tatsache die nur Wenigen bekannt ist: Nahe einer felsigen Bucht liegt knapp unter der spiegelnden Wasserfläche eine kleine Insel. Verborgene Dämme und Wehre trennen die Bucht vom Hauptsee. Wird der Zufluss geschlossen und Wasser durch einen unterirdischen Kanal abgelassen, sinkt nur dort der Pegel rasch um mehrere Schritt.
 
Auf der Insel steht ein kleiner Tempel aus der frühen Bauzeit. Noch bevor die Akademie vollendet war, wählte ein [[Blaue Drachen|Blauer Drache]] den abgelegenen Teil des Sees als Hort. Nach gefährlichen Auseinandersetzungen gelang einem Jedek-Priester ein Bündnis: Der Drache sollte den Orden in Zeiten großer Not beraten, während die Menschen seinen Hort schützten und verborgen hielten.
 
Nach der Fertigstellung der Akademie wurde der alte Tempel dem Drachen überlassen. Nur der Hohepriester, wenige Priester und ausgewählte Adlerreiter kennen den Zugang. Wer den Drachen befragen will, benötigt die Erlaubnis des Hohepriesters. Dies geschieht gewöhnlich höchstens einmal während einer Amtszeit und nur bei Fragen, deren Bedeutung weit über persönliche Interessen hinausgeht.
 
Ob seit der Gründung stets derselbe Drache im See lebt und was er als Gegenleistung erhält, wird selbst innerhalb des Ordens nicht offen besprochen. Sicher ist nur, dass die Kristallgrotte eine Reliquie bewahrt, die mit dem alten Bündnis verbunden wird.
 
=== Der alte Steinbruch ===
 
Der Marmorsteinbruch oberhalb des Sees wurde bereits vor dem Bau der Adlerburg erschlossen. Heute ist er weitgehend erschöpft. Viele Gruben sind mit Regen- und Schmelzwasser gefüllt; nur ein kleiner gesicherter Bereich liefert noch Stein für Reparaturen.
 
In verlassenen Höhlen und benachbarten Gletscherspalten haben sich junge Ogerfamilien und einzelne Urmenschen angesiedelt. Sie meiden die Kernburg, überfallen aber Arbeiter und kleine Transporte. Einsturzgefährdete Schächte, tiefe Wasserlöcher und lose Eisdecken sind häufig ebenso gefährlich wie ihre Bewohner.


Die Akademie des Jedek, Ausbildungsschule für die Riesenadlerreiter des Ordens <br>
=== Das Eiserne Tor ===
Das Tal des Kriegers mit all seinen besonderen und scheinbar verzauberten Orten gilt beim Volk wie auch unter den Templern selbst als Sinnbild der Macht und des Einflusses der Templer des Jedek. Auch wenn nur wenige die Akademie des Jedek mit eigenen Augen betrachten können, bilden alleine die Reiter auf ihren majestätischen [[Königsadler|Königsadlern]] genügend Grundlage für Märchen und Sagen, um die Templer des Jedek zu den am meisten geachteten Personen in dem gesamten Land Cor zu machen.


==Das Tal des Kriegers==
Etwa eine Meile südlich des Gletschers wurde zu Beginn der Bauarbeiten eine eiserne Tür im Fels entdeckt. Sie gehörte offenbar zu einem alten grauzwergischen Zugang zur Oberfläche. Die Begegnung führte zu den freundschaftlichen Beziehungen, aus denen später das Studienhaus der Grauzwerge hervorging.
Das Tal des Kriegers ist mit gut 60 Meilen eines der längsten Nebentäler der Vorgebirge des gr. Rückens. Sein doppelt gekrümmter Verlauf gibt erst wenige Meilen vor Ende den Blick auf ein atemberaubendes Bauwerk: Den weißen Ritter. Der durch Mineralien leicht grünlich verfärbte Fluss Grünstahl windet sich durch das enge, dicht bewaldete Tal, das nur durch einige kleinere Grünflächen an einigen Stellen unterbrochen wird. Dort leben einige wenige Menschen in den einfachen Blockhütten aus Holz und Lehm. Ihren Alltag bestreiten sie meist autark bzw. betreiben kleine Sägewerke und fertigen Schnitzereien für vorbeikommende Wanderer an. Das vorherrschende Motiv ist der weiße Ritter bzw. Ritterstatuen mit Pferd oder Adler als Reittier. Die Wanderer durchqueren das Tal in einem gut dreitägigen Fußmarsch, grob entlang des Grünstahlflusses. Der Weg führt am felsigen Bachverlauf, kleinen steilen Felsspalten und an den fast grotesk an dem Fels gewachsenen knorrigen Wäldern vorbei. Für eine kräftige Mahlzeit und eine warme Schlafstätte ist bei den Bauern dieses Tales stets gesorgt, denn es bietet den Bauern eine gute Möglichkeit für Handel und den Informationsaustausch. Der gut 90 Meilen lange Weg entlang des Tales führt an zahlreichen z. T. kunstvollen Schreinen des Jedek, Ignatus und Jarrl vorbei. Kurz vor dem Ende des Tales (auf den letzten 20 Meilen Wegstrecke befindet sich kein Bauernhaus mehr, da der Weg inzwischen eher als Schlucht bezeichnen werden müsste) mündet ein weiterer stahlblauer Fluss in den Grünstahl: der Schwertfall. Der weiße Ritter erhebt sich kurz darauf zwischen den Baumwipfeln und raubt jedem freien Wesen Ganthors beim ersten Anblick den Atem.
===Der weiße Ritter===
Der weiße Ritter kann ohne zu übertreiben als einer der schönsten und prachtvollsten Bauten der Menschen auf Ganthor bezeichnet werden. Seine Höhe ist mit gut 260 Schritt dreimal so hoch wie die höchste Turmspitze der [[Kathedrale in Kalesch]]. Der massive Bau misst an seiner Basis gut 75 Schritt im Umfang. Er zeigt einen Ritter in Plattenrüstung und eng nach hinten fließendem Umhang. Der Ritter visiert durch seinen mächtigen Helm die Hauptstadt des Reiches Cor, [[Kalesch]] an. In seinen beiden Händen ruht ein riesiges Schwert. Mit beiden Händen gestützt auf der steinernen Parierstange stößt die Schneide hell funkelnd in das Tal. Erst auf weniger als drei Meilen Entfernung stellt sich die funkelnde Schneide des titanenhaften Ritters als ein meisterhaft in den Bau integrierter Flusslauf dar. Das "Schwert" rast mit ohrenbetäubendem Getöse senkrecht in einen kleinen See unterhalb der Statue. Das aufstäubende Wasser setzt sich als feiner Nebel ringsum den See ab und taucht den gesamten Ort in ein fast magisches Glitzern. In den milden Frühlingsmonden sowie im tiefen Herbst sorgt die Vegetation um die Statue für eine täuschend echte Illusion eines weiten Mantels, der wie zwei Flügel zur linken und rechten der Statue sanft ins Tal abfällt. Zwischen den abertausenden Blumen und Pflanzen nisten im Frühling ganze Schwärme von Schwalben, die einer Sage nach den Ritter vor Unheil warnen. Tatsächlich erhebt sich ein tausendfaches Schimpfen und Flattern, wenn Wanderer zu nahe an die Nester gehen. Unwissende Wanderer müssen unter Umständen tagelang nach dem einzigen Passweg suchen, der entlang der Statue weiter nach oben führt. 
====Marmor und Mechanik====
Jahrelang wurde behauptet, dass nur die Zwerge solch ein Bauwerk errichtet haben könnten; eine Beleidigung an die herausragenden technischen Fähigkeiten der menschlichen Ingenieure. Der weiße Marmor, der fast ausschließlich für den Bau verwendet wurde, konnte aus dem darüber liegenden Tal gebrochen werden und wurde an riesigen Holzkränen Stück für Stück abgelassen. Die Grobarbeiten zogen sich über 25 Wenden hin, die begleitenden Feinarbeiten für Gesicht, Hände/ Füße und den Schwertknauf nahmen darüber hinaus noch weitere fünf Wenden in Anspruch. 
====Der Pass====
Ein schmaler, weitläufiger Pass windet sich vom Fuße der Statue in weiten Mäandern bis an den Beginn einer Hochebene. Der Pass ist vom Tal aus von keiner Stelle aus zu entdecken. Ebenso sind Anfang und Ende derart gut versteckt, dass sie kaum von Unwissenden ausgemacht werden können. Zahlreiche Nischen und Altäre geben Anwärtern des Jedek genügend Zeit, inne zu halten und sich auf ihre Aufgabe vorzubereiten. Uralte Brücken und Seilzüge, fein gearbeitet und meist reich verziert, machen den Aufstieg alleine zu einem Abenteuer. Es wäre problemlos möglich, den Pass an gut einem Dutzend Stellen von oben bzw. vom Pass selbst aus zu verteidigen. Höchstwahrscheinlich wurden sogar Wehrgänge und geheime Fallen in den Fels gehauen. Mit dem Beginn des Kaiserreiches verloren die damals durchaus wehrhaften Anlagen ihren eigentlichen Zweck und wurden in den letzten dreihundert Wenden nicht einmal verwendet. Tatsächlichen Bedrohungen gegen den Tempel, die Statue oder auch die Bauern im Tal  wird derzeit durch eine leichte Reiterei der Jedektempler oder im Ernstfall von der Riesenadlerreitern selbst höchst effektiv begegnet.<br>
Der Passweg führt über die linke Schulter des titanenhaften Ritters in ein höher gelegenes Tal. Der erste Anblick des gewaltigen Stausees, direkt hinter den Schultern der Statue ist atemberaubend. Ein steter Sog Wassers führt donnernd Unmengen Wasser an dem Rücken des Kriegers hinab, während der Kopf zeitlos über dem gesamten Tal jederzeit sichtbar bleibt.
===Der Eissee===
====Allgemein====
Der imposante Anblick dieses Gebietes rührt gleich von mehreren außergewöhnlichen Gegebenheiten. Zum einen durch die gewaltige Statue, die selbst nur mit dem Kopf des Ritters im Rücken stets präsent bleibt. Zum anderen über den gewaltigen stahlblauen Stausee aus Schmelzwasser, genährt von dem nicht minder beeindruckenden Gletscher, der sich weit entfernt aus dem riesigen Gebirge hinabarbeitet. Zu guter letzt erstrahlt die in den Berg eingearbeitete Akademie des Jedek mit seinen weiten Säulengängen und tempelartigen Räumen in reinem weißen Marmor. Eine Spieglung im See lässt das Gebäude größer erscheinen als es eigentlich ist, unterstreicht damit aber die umwerfende Atmosphäre der Gegend. <br>
Der gut 6 Meilen lange und an seiner dicksten Stelle zwei Meilen breite Eissee wird von einem gewaltigen Gletscher gespeist, der sich in langen Windungen von einer höher gelegenen Gebirgskette des [[Großen Rückens]] hinabdrängt. Die Menge an Schmelzwasser reicht völlig aus, um den gesamten See zu speisen. Das Gletschertor ist jederzeit über 50 Schritt breit und bis zu 20 Schritt hoch. In manchen Wenden kann der Fluss an Schmelzwasser gut zwei Tagesmärsche lang unter dem Eis hinaufgewandert werden.
Die Lage des Sees selbst befindet sich knapp über der Baumgrenze und wird daher von Kräutern, Blumen und kleineren Buschgewächsen dominiert. Die umliegenden Gipfel schließen den See wie beschützende, weiß gezuckerte Hüter ein, ohne ihn jedoch von der Sonne zu viel abzuschirmen. Kleinere Schmelzwasserflüsse und gelegentliche Erdrutsche machen eine Umrundung des Sees gefährlich, jedoch nicht unmöglich. An der Nordseite des Sees wurde die Akademie Adlerstolz errichtet und krönt seither mit ihrem riesigen weitläufigen Säulen und Häusern einen guten Teil der Nordseite dieser Region.   
====Mythen====
Die Sage, dass die riesige Statue des Jedek jederzeit von den Templern des Jedek erweckt und damit Unrecht gesühnt werden kann, sollte als albernes Geschwätz abergläubischer Bauern abgetan werden. Es ist sicher, dass die Statue mit Fleiß und Arbeit Stück für Stück erbaut wurde, und dass sie in keinster Weise magischen Ursprunges ist. Ebensowenig ist sie Jedek selbst, oder hat Jedek den Bau der Akademie innerhalb eines Tages vollbracht. Akribisch geführte Pläne und Lohnlisten von z.T. über 1000 Arbeitern sprechen da eine andere Sprache. Ganz anders ist allerdings ein Mythos, der mit dem See, dem Wasserspiegel und einem uralten Drachen zu tun hat…
''Darius blickte, immer noch versunken in seine letzten Worte seines Gebetes an Jedek, auf und zögerte. Dort, wo er kurz vor Sonnenuntergang sein Gebet begonnen hatte, war das Wasser des Sees um gut 30 Schritt gewichen. Mit einem Schaudern blickte er in Richtung des titanenhaften Kriegers, hatte er doch von den Gerüchten gehört, dass er zu Fleisch und Blut werden könne. Der Kopf des Kriegers stand wie eh und je an seiner Stelle, jedoch war auch dort, so wie überall rings um den See der Wasserspiegel gut ein dutzend Schritt gesunken.'' <br>
''Inmitten des Sees breitete sich explosionsartig ein grelles bläuliches Funkeln aus und scheinbar aus dem Funkeln heraus erhob sich ein gewaltiger [[Drachen|Blauer Drache]]! Ein Mann schritt aus Richtung der Akademie über das Wasser direkt auf den Drachen zu.'' <br>
''Als die Auge sich an das grelle Licht gewöhnt hatten, entdeckte Darius eine kaum 40 Schritt breite Insel inmitten des Sees, auf der der Drache aufgebäumt seine gewaltigen Schwingen ausbreitete. Ein kleiner Tempel war auf der Insel errichtet, die er dort noch nie entdeckt hatte. Der Mann schien sich mit dem Drachen zu bereden und wandte sich nach nur wenigen Minuten wieder von dem Drachen ab.'' <br>
''Völlig gebannt von der Erscheinung des Drachen starrte Darius weiter auf die Szenerie, die allmählich im Dunkel der Nacht verblasste. Der See füllte sich rasch wieder auf den gewöhnlichen Pegelstand und ließ mit dem ersten Mondstrahlen nichts als eine glatte ruhige Wasserfläche zurück.'''' 
====Der Hort des Drachen====
Die Maschinerie ist gleichsam einfach wie genial: Ein Wehr innerhalb des Kriegers regelt die Masse an Wasser, die an der Schwertknauf ins Tal hinabstürzt. Gleichzeitig kann der Gletschersee nahe des Gletschertores gestaut und somit nahezu gestoppt werden. Auf dieser Seite kann der gesamte Wasserspiegel binnen Minuten um tatsächlich 10-15 Schritt gesenkt werden. Der stahlblau spiegelnden Wasserfläche ist es zu verdanken, dass die Insel, die nur knapp unterhalb der Wasserfläche liegt, vom Boden aus nicht zu erkennen ist. Lediglich die Riesenadlerreiter können weit über dem See die Insel unter der Wasseroberfläche erkennen. Der Tempel inmitten der kleinen Insel wurde zu Beginn der Arbeiten an der Akademie errichtet und diente in der ersten Zeit als Haupttempel des Jedek. Ein Blauer Drache entschied etwa zur selben Zeit, diesen See als seinen Hort zu verwenden. Nach einigen Schwierigkeiten zwischen den Arbeitern und dem Drachen konnte ein Weg gefunden werden, mit dem Drachen zu kommunizieren. <br>
Einem Priester des Jedek gelang ein Bündnis mit dem Drachen, der sich daraufhin verpflichtete, den Menschen in Zeiten der Not mit Rat zu Hilfe zu stehen. Der Tempel inmitten des Sees wurde bei Fertigstellung der Akademie als Hort des Blauen Drachens umfunktioniert und mithilfe des Stauwehres garantiert, dass die Insel und somit auch der Drache für nahezu alle Besucher der Akademie unsichtbar blieb. Adlerreiter und Priester des Jedek haben seither das Recht, den Leiter der Akademie um Erlaubnis zu bitten, bei ernsthaften Problemen den Drachen um Rat zu fragen. In der Regel tritt dieser Fall höchstens einmal in jeder Amtszeit eines Akademieleiters ein (und dann wahrscheinlich nur darum, weil der Akademieleiter das Spektakel selbst einmal erleben will).
===Die Akademie des Jedek===
Die Akademie des Jedek versteht sich weder als Ausbildungsstätte für junge Anwärter auf den Titel eines Jedektemplers noch als Trainingsmöglichkeit sei es psychischer oder physischer Natur. Nur wenigen auserwählten Mitgliedern des Ordens und sehr selten auch anderen (noch seltener nichtmenschlichen oder nichtzwergischen) Personen wird der Zutritt zu den majestätischen Gebäuden gewährt. <br>
Beschreitet man den Passweg hinauf bis auf Kopfhöhe des Kriegers, muss die steinerne Brücke in seinem Rücken gewählt werden, um auf das Nordufer des Sees zu gelangen. Von dort aus geht ein steiniger, stets leicht ansteigender Weg zu den Westtoren der Akademie.  


====Aufbau der Akademie====
Nach Fertigstellung der Akademie soll der Durchgang versiegelt worden sein. Kurz darauf verschüttete eine ungewöhnlich große Gerölllawine das Tor. Ob sie zufällig niederging, von den Grauzwergen ausgelöst wurde oder einen weiterhin bestehenden Zugang verbergen sollte, ist unbekannt. Das Gerücht eines unterirdischen Weges zwischen Tor und Studienhaus konnte nie bewiesen werden.
Um die ansässigen Zwerge nicht unnötig zu verärgern, wurden in der Planung der Akademie vorhandene Höhlen, Gebirgsspalten und Überhänge in den Bau eingebunden. Kein einziges Gebäude des gesamten Komplexes ist weiter als ein dutzend Schritt in den Berg gebaut worden. Diese Besonderheit hatte als Konsequenz, dass die Akademie einer Vielzahl von an und in den Fels gehauener Häuser, Gänge und Plätze gleicht. Der hauptsächlich verwendete weiße Marmor aus dem direkt benachbarten Marmorsteinbruch lässt die Anlage wie eine kleine weiße Stadt erscheinen, wobei luftige Säulengänge und strahlende Statuen dominieren. Bollwerke gegen Feinde oder Stadtmauern sucht man hier vergebens. Die zwei Eingänge, einer nach Westen, der andere nach Osten hin, führen zu Wegen entlang des Sees und stehen im Grunde für jeden offen. Das Hauptgebäude, offenkundig durch seine Größe befindet sich etwas erhoben inmitten des Komplexes. Durch breite Felsspalten räumlich getrennt, muss dieses Gebäude mit weiten, schmalen Brücken erreicht werden, die mehrfach von beiden Seiten aus errichtet wurden. Im gesamten östlichen Teil der Anlage wurden die beiden Bibliotheken eingerichtet, während im westlichen Teil sämtliche Wirtschaftgebäude und –räume zu finden sind.  


====Heiligtum in der Kristallgrotte====
== Gerüchte und Abenteuerideen ==
Im Hauptgebäude befindet sich eine alte Reliquie, die symbolisch für die Macht und Aufgabe der Anhänger des Jedek steht: Eine schlichte Holzfigur eines Rittes, beide Hände abwägend zur Seite genommen, die Handflächen nach oben gehalten. Die Statur soll als Zeichen des Bundes mit dem Blauen Drachen von dessen Atem berührt und damit auf ewig verzaubert worden sein. Tatsächlich scheint sie ein sanftes bläuliches Licht auszustrahlen und erscheint auf [[Magischer Sicht]] leicht magisch. <br>
Um der Reliquie einen besonderen Platz zu verschaffen, wurde eine Kristallgrotte nahezu unberührt in den Hauptbau integriert. Ein naturbelassener Gang führt in die kugelförmige, kaum sechs Schritt hohe Grotte. In der Höhle wurde auf einem schlichten eisernen Dreifuß die Statue aufgestellt. Ein Gebet an Jedek im Angesicht dieser zugegebenermaßen zauberhaft funkelnden Umgebung soll  gläubigen Menschen Glück und Zufriedenheit bringen.
====Abwassertunnel====
Um eine Verunreinigung des Sees durch Abwässer zu vermeiden – es gilt allgemein als gesichert, dass Unrat im See den Drachen äußerst verärgern würde – wurde über dem Ostteil der Stadt ein kleiner Gebirgsfluss umgeleitet und durch zahlreiche künstlich angelegte Gräben und Kanäle mitten durch die Anlage geführt. Der Fluss hat eine intensive grünliche Farbe, ist dennoch völlig geruchsfrei (die Farben stammen von Mineralien, die im Wasser gelöst sind) und wird jenseits der Statue ins Tal geleitet, wo er schließlich mit dem Wasser des Sees zusammenfließt. Die Möglichkeit von nahezu unendlichem Wasser inspirierte die Baumeister der Anlage, sodass an vielen Stellen des Komplexes Wasserspiele und  kleinere Teiche angelegt wurden.
====Die Bibliothek====
Den größten Teil des östlichen Komplexes nimmt die Bibliothek des Ordens ein. Sie kann sich zwar in ihrer Vielfalt in keiner Weise mit dem gesammelten Wissen der [[Bibliothek in Kalesch]] oder der [[Kristallwandhöhle in den Windinseln]] messen, besitzt aber in Sachen Magie und Theologie ein derartig differenziertes Angebot an Büchern und Schriftstücken, dass sie viele Vergleiche nicht zu scheuen braucht. Stets sind über ein Dutzend Kopisten mit der Vervielfältigung seltener Schriften beschäftigt, während erfahrene Magier und Priester über uralten Schriftstücken rätseln, um so ihnen ihre Geheimnisse Stück für Stück zu entreißen.
 
=====Die Bibliothek der Grauzwerge=====
Ein Umstand, der so in keiner anderen Bibliothek der bekannten Welt dokumentiert ist, verhilft dieser Bibliothek zu besonderem Ruhm: die Bibliothek der Zwerge. Aufgrund von tiefen freundschaftlichen Beziehungen zwischen dem Orden des Jedek und einer sehr mächtigen und angesehenen Sippe von Grauzwergen wurde hier ein Haus errichtet, in dem zwergische Gelehrte ihren Studien nachgehen können und im Gegenzug menschliche Gelehrte einen Einblick in die Schriften und Steintafeln der Grauzwerge bekommen können. Der Austausch an Wissen geschieht alles andere als gerecht, zu ungunsten der Menschen, jedoch besteht die Hoffnung, dass mit der Zeit die Grauzwerge mehr und mehr von ihrem Aufzeichnungen für die Templer öffnen, seien es Abhandlungen über Astrologie, Mechanik, Geschichten über Drachen oder sogar über die Bearbeitung von Metallen. <br>
Gerüchten zufolge, die sich innerhalb Templerkreisen hartnäckig halten, besitzen die Grauzwerge innerhalb ihres Hauses, das an sich schon sehr weit in den Berg hineinreicht, einen eigenen Zugang zu ihrem Reich. Bislang gelang es noch keinem Templer des Jedek dieses Gerücht zu bewahrheiten.
====Der Pass====
Neben den beiden Ausgängen zu dem Ufer des Eissees hin existiert noch ein dritter, nur schwer zugänglicher Weg aus der Akademie: Der Pass zum Gipfel. Der Beginn des Weges führt an mehreren Stellen aus der Akademie heraus steil den Berg hinauf. Der genaue Beginn ist geheim und wird nur jenen Anwärtern offenbart, die die Möglichkeit bekommen, die Ausbildung zu einem Riesenadlerreiter anzutreten. Theoretisch kann der Weg auch von außerhalb der Akademie gefunden und bestiegen werden; geglückt ist dies jedoch bislang niemandem. Grund hierfür ist neben dem schwierigen Aufstieg die stete Präsenz einiger Kreaturen, die sich in ständiger Nähe zum Eissee aufhält, ohne jedoch zu nahe an die Akademie selbst zu gelangen: Die [[Bergtroll|Bergtrolle]]. Die riesenhaften Kreaturen sind wegen ihrer Fellfarbe aus der Luft nur schwer zu entdecken und haben seit dem Beginn der Ausbildung der Jedektempler ihren ersten Fressfeind verloren: wilde Riesenadler. Neue Anwärter werden regelrecht zum Gipfel eskortiert, um nicht allzu leichte Beute abzugeben. Die Steintrolle meiden dennoch die Nähe des gesamten Komplexes weiträumig, ein Umstand, der im Allgemeinen auf die hell polierten weißen Flächen Marmors geschoben wird, die die Wesen grundsätzlich meiden. 
=====Die Brutstätten der Riesenadler=====
Am Gipfel erwartet den neuen Anwärter auf den ruhmreichen Titel eines Jedektemplers ein schlichter Schrein, der gleichzeitig als Signalfeuer in der Nacht dient. Erst bei genauerem Erkunden des Gipfels werden die Brutstätten sichtbar: Der Berg, an dessen Seite die Akademie gebaut wurde, ist auf der abgewandten Seite wie abgeschnitten. Eine über eine Meile lange steile Klippe erzeugt den Anschein, als hätte man den Berg in zwei Hälften gespalten und eine Seite aufgefressen. An dieser gigantischen Steilwand spielt sich nahezu das gesamte Leben der Riesenadlerreiter und deren Reittiere ab. Die Riesenadler werden in den wenigen Felsvorsprüngen an der Wand aufgezogen und lernen von Beginn an ihren Reiter kennen. Mit ihm unternehmen sie ihren ersten Flugversuch und sind daraufhin, in jedem Fall, für immer vereint. Das Band zwischen dem Reiter und dem Reittier kann als ähnlich wie das von einem Drachen und seinem Reiter bezeichnet werden.
=====Die Adlerreiter=====
Die Ausbildung ist hart, kennt bis zum Antritt des ersten Fluges fast nur Entbehrungen und endet in manchen Fällen frühzeitig mit dem Tod des Reiters. Vollendet ein Reiter jedoch seine Ausbildung, werden ihm edelste Rüstungs- und Waffenteile überreicht und im Leben wie im Tode höchste Ehren zuteil.


====Der Steinbruch====
* Ein Königsadler kehrt ohne seinen Reiter zur Adlerburg zurück. An seinem Geschirr hängt eine fremde, mit einem alten Rechtsspruch beschriftete Metalltafel.
Der Steinbruch wurde kurz nach der Entdeckung des Tales und der Hochebene erschlossen. Früh wurde dem Kult des Jedek bewusst, auf was für einen Schatz die gestoßen sind. Die Wahl über den Ort der Akademie fiel daraufhin nicht mehr schwer. Die Zeiten der Mühen und der Plackerei mit dem schweren Stein gehören jedoch längst der Vergangenheit an. Der Steinbruch ist zu großen Teilen erschöpft, Senken längst mit Schmelz- und Regenwasser voll gelaufen. Lediglich in einem kleinen Bereich des einstmals riesigen Abbaugebietes wird der Marmor noch von Zeit zu Zeit für Ausbesserungsarbeiten in der Akademie gebrochen. Dies ist allerdings auch der Grund für einige andere Gefahren, die sich im Laufe der Zeit hier angesiedelt haben. In den weit verzweigten Höhlen und zwischen den benachbarten Gletscherspalten haben sich junge, streitsüchtige Ogerfamilien und einige Urmenschen angesiedelt, die den Arbeitern am Steinbruch erhebliche Schwierigkeiten bereiten können.
* Der Schwertfall verliert an Kraft, obwohl der Eissee ungewöhnlich hoch steht. In den Wartungsgängen des Weißen Ritters fehlen Werkzeuge und zwei Wächter.
* Ein grauzwergischer Gelehrter verschwindet aus einem verschlossenen Raum seines Studienhauses. Seine menschlichen Kollegen wollen in der Nacht Schläge tief aus dem Berg gehört haben.
* Ein Anwärter wird von keinem Königsadler angenommen. Ein wildes Tier außerhalb der Horste folgt ihm jedoch seit Tagen und reagiert auf seine Stimme.
* Die Drachenbucht lässt sich nicht mehr vollständig fluten. Auf der freiliegenden Insel wurden Spuren gefunden, die weder von einem Menschen noch von einem Drachen stammen.
* Ein alter Bauplan beweist, dass im Kopf des Weißen Ritters ein Raum existiert, der in keiner heutigen Beschreibung der Wasseranlagen verzeichnet ist.


====Das eiserne Tor====
[[Kategorie:Ganthor]]
Das eiserne Tor hat seinen Namen zurecht. Eine knappe Meile südlich des Gletschers wurde eine eiserne Tür mitten im Fels entdeckt. Hier befand sich seit Jahrhunderten ein Durchbruch der Grauzwerge in die Oberwelt. Durch pures Glück, oder göttliche Fügung, kam zu Baubeginn der Akademie ein Treffen beider Rassen zustande und freundschaftliche Beziehungen wurden aufgenommen. Es heißt, dass der Zugang nach Fertigstellung der Akademie versiegelt wurde (dies würde für ein Geheimzugang der Zwerge in die Akademie sprechen), jedoch konnte dies nie herausgefunden werden, da (seltsamerweise) eine ungeheuer große Gerölllawine genau vor dem Tor niederging und so das Tor für alle Zeit verschloss.
[[Kategorie:Mittelreich]]
[[Kategorie:Besondere Orte]]

Aktuelle Version vom 12. August 2026, 20:47 Uhr

Der Weiße Ritter bewacht den Aufstieg zum Eissee und zur Adlerburg

Die Akademie des Jedek ist das geistige und verwaltende Zentrum der Adlerburg, einer der drei großen Trutzburgen des Jedek. Die abgeschiedene Ordensburg liegt in einem Nebental des Großen Rückens und ist vor allem für ihre Königsadlerreiter bekannt. Gemeinsam mit Burg Harwing und Festung Donnerklippe gehört sie zu den wichtigsten Machtzentren des Jedek-Ordens.

Der Name Adlerburg bezeichnet die gesamte, über viele Meilen gestaffelte Anlage: das Tal des Kriegers, den monumentalen Weißen Ritter, den verborgenen Pass, den Eissee, die marmorne Akademie und die Horste auf den Gipfelklippen. Die eigentliche Akademie ist dagegen nur der Komplex am Nordufer des Sees. Sie dient fortgeschrittenen Studien, der Bewahrung von Reliquien und Schriften sowie der Auswahl und Spezialausbildung der Königsadlerreiter.

Anders als eine gewöhnliche Burg besitzt die Adlerburg keine geschlossene Ringmauer. Enge Täler, verborgene Wege, steile Felsen und leicht zu sperrende Brücken machen sie dennoch zu einer der am schwersten zugänglichen Festungen des Mittelreichs.

Stellung unter den Trutzburgen

Die drei Trutzburgen unterhalten gemeinsam das Heer des Jedek-Ordens und bewahren dessen wichtigste Heiligtümer. Jede von ihnen wird von einem Hohepriester geleitet. Der Hohepriester der Adlerburg ist Burgherr, oberster Richter und Befehlshaber der dort stationierten Templer. Gemeinsam mit den Hohepriestern von Harwing und Donnerklippe entscheidet er über die Auslegung des Codex Iedecis und über Angelegenheiten, die den gesamten Orden betreffen.

Ein Akademieleiter verantwortet unter ihm den Studienbetrieb, die Bibliotheken und die Aufnahme von Gästen. Die Horste und die Ausbildung der Adlerreiter stehen unter der Aufsicht erfahrener Reiter. Die Trennung der Aufgaben soll verhindern, dass militärische Entscheidungen, Rechtsprechung und Gelehrsamkeit vollständig in einer Hand liegen.

Die Adlerburg ist nicht der gewöhnliche Ausgangspunkt einer Ordenslaufbahn. Junge Anwärter leisten zunächst mehrere Jahre als Knappen in den Truppen des Ordens und werden in Kampf, Schrift, Recht und den Lehren Jedeks unterrichtet. Erst bewährte Templer, Priester und besonders befähigte Gelehrte gelangen für weiterführende Studien oder besondere Prüfungen an die Akademie. Noch kleiner ist der Kreis derjenigen, die zur Ausbildung auf einem Königsadler zugelassen werden.

Militärisch überwacht die Adlerburg die östlichen Gebiete Cors und schwer zugängliche Übergänge des Großen Rückens. Adlerreiter erkunden Gebirgspässe, überbringen dringende Nachrichten und verfolgen bewegliche Gegner. Sie bilden jedoch nur einen kleinen Teil der Burgbesatzung. Templer, Knappen, Wachen, Tiermeister, Handwerker und Versorger tragen den gewöhnlichen Dienst.

Das Tal des Kriegers

Das Tal des Kriegers ist etwa sechzig Meilen lang und gehört zu den größten Nebentälern im Vorgebirge des Großen Rückens. Durch seinen doppelt gekrümmten Verlauf bleibt sein oberes Ende lange verborgen. Erst wenige Meilen vor dem Weißen Ritter öffnet sich der Blick auf das gewaltige Monument.

Der leicht grünlich gefärbte Fluss Grünstahl windet sich durch ein enges, dicht bewaldetes Tal. Seine Farbe stammt von gelösten Mineralien. Felsige Ufer, steile Spalten und knorrige Bäume bestimmen die Landschaft. Nur an wenigen Stellen weicht der Wald kleinen Wiesen und gerodeten Flächen.

Der gewundene Weg durch das Tal misst annähernd neunzig Meilen. Zu Fuß dauert die Reise gewöhnlich vier bis fünf Tage, bei schlechtem Wetter länger. Er folgt dem Grünstahl, weicht aber wiederholt Schluchten, Geröllfeldern und unpassierbaren Ufern aus. Schreine des Jedek, Ignatus und Yarrl markieren Rastplätze und Wegabschnitte.

Bewohner und Versorgung

Im unteren und mittleren Tal leben einige Menschen in einfachen Blockhäusern aus Holz und Lehm. Sie betreiben kleine Höfe, schlagen Bauholz, unterhalten Sägewerke und fertigen Schnitzereien. Besonders beliebt sind Darstellungen des Weißen Ritters sowie Figuren gepanzerter Reiter zu Pferd oder auf einem Adler.

Die Bewohner versorgen Reisende gegen Bezahlung mit warmen Mahlzeiten, Schlafplätzen und Nachrichten über den Zustand des Weges. Zugleich liefern sie Holz, Lebensmittel und einfache Handwerkswaren an die Adlerburg. Der Orden schützt die Höfe vor Räubern und gefährlichen Kreaturen, greift aber nur selten in ihren Alltag ein. Templer kontrollieren regelmäßig Brücken und Schreine und begleiten größere Versorgungstransporte.

Pilger, Boten und Händler dürfen das untere Tal gewöhnlich durchqueren. Je näher sie dem Weißen Ritter kommen, desto häufiger werden sie kontrolliert. Auf den letzten zwanzig Meilen gibt es keine Bauernhäuser mehr. Das Tal wird dort zu einer engen Schlucht, in der sich nur wenige sichere Lagerplätze befinden.

Der Weiße Ritter

Kurz nachdem der stahlblaue Schwertfall in den Grünstahl mündet, erhebt sich der Weiße Ritter zwischen den Baumwipfeln. Das etwa 260 Schritt hohe Bauwerk zeigt einen Ritter in Plattenrüstung mit einem eng nach hinten fallenden Umhang. Sein behelmter Kopf ist nach Westen in Richtung Kalesch gewandt. Beide Hände halten den Griff eines senkrecht aufgestellten Schwertes.

Erst aus geringer Entfernung wird sichtbar, dass die funkelnde Klinge ein meisterhaft eingefasster Wasserlauf ist. Wasser aus dem Eissee strömt durch das Innere des Bauwerks und fällt entlang der Schwertklinge in einen kleinen See zu Füßen der Statue. Gischt und feiner Nebel legen sich über die Umgebung. Im Frühling und Herbst bilden Blumen, Sträucher und verfärbtes Laub zu beiden Seiten einen weiten natürlichen Mantel.

Schwalben nisten zu Tausenden in den Felsen und an geschützten Teilen des Monuments. Nach einer verbreiteten Sage warnen sie den Ritter vor Gefahr. Tatsächlich genügt bereits die Annäherung eines Menschen an ihre Nester, um ein weithin hörbares Schimpfen und Flattern auszulösen.

Bau und Wasserwerk

Der Weiße Ritter besteht überwiegend aus weißem Marmor, der auf der Hochebene oberhalb des Tales gebrochen wurde. Große Holzkräne und Seilzüge ließen die Blöcke Stück für Stück an ihren Platz hinab. Die Grobarbeiten dauerten etwa fünfundzwanzig Wenden; Gesicht, Hände, Füße, Rüstungsteile und Schwertknauf beanspruchten weitere fünf Wenden.

Offizielle Darstellungen des Ordens betonen, das Monument sei das Werk menschlicher Ingenieure. Akribische Baupläne, Lieferlisten und Lohnaufzeichnungen für zeitweise mehr als tausend Arbeiter stützen dies. Dennoch hält sich das Gerücht, grauzwergische Baumeister hätten bei Kränen, Wehren und Wasserführung beraten. Der Orden betrachtet solche Vermutungen nicht als Beleidigung, weist aber darauf hin, dass Menschen den Bau ausführten.

Im Inneren des Ritters befinden sich Wasserkanäle, Wartungsgänge und ein großes Wehr. Es regelt den Abfluss des Eissees und damit die Wassermenge des Schwertfalls. Der Mechanismus kann den Strom drosseln, aber nicht vollständig und dauerhaft unterbrechen. Wartungsräume und Zugänge werden von der Burgwache gesichert.

Der verborgene Pass

Vom Fuß der Statue windet sich ein schmaler Pass in weiten Kehren zur Hochebene. Beginn und Verlauf sind vom Tal aus kaum zu erkennen. Nischen, Altäre und kleine Plattformen geben Pilgern und Anwärtern Gelegenheit zum Gebet. Alte Brücken, Treppen und Seilzüge überwinden Spalten und steile Felsstufen.

Der Pass bildet die eigentliche äußere Verteidigung der Adlerburg. Tore, Sperren und vorbereitete Stellungen können ihn an zahlreichen Engstellen blockieren. Wehrgänge und Wartungswege im Fels erlauben es den Verteidigern, einzelne Abschnitte zu beobachten. Die Anlagen wurden seit langer Zeit nicht gegen eine große Armee eingesetzt, werden aber instand gehalten und bei Übungen regelmäßig geschlossen.

Auf Höhe des linken Arms führt der Weg hinter den Weißen Ritter. Dort öffnet sich erstmals der Blick auf den Eissee. Das Wasser strömt durch Kanäle im Rücken des Monuments zum Wehr und weiter in die Schwertklinge, während Kopf und Schultern der Statue über dem unteren Tal sichtbar bleiben.

Der Eissee

Der Eissee ist im Bereich des Ritters fast kreisrund, windet sich aber in einem schmalen langen Teil Richtung Osten in ein Gletschertal. Dieser Gletscher speist den Eissee mit Schmelzwasser. Das Gletschertor kann über fünfzig Schritt breit und bis zu zwanzig Schritt hoch sein. In kalten Wenden reicht ein Hohlraum unter dem Eis weit in den Gletscher hinein, doch sein Betreten ist wegen Einsturz, Schmelzwasser und plötzlicher Eisbewegungen gefährlich.

Der See liegt knapp oberhalb der Baumgrenze. Kräuter, Blumen und niedrige Sträucher bedecken die flacheren Ufer. Schneebedeckte Gipfel umschließen das Becken, ohne ihm das Sonnenlicht vollständig zu nehmen. Schmelzwasserläufe, Geröll und Erdrutsche erschweren eine Umrundung.

Die Akademie nimmt einen begrenzten Abschnitt des Nordufers ein. Von dort führen kontrollierte Wege zu den West- und Ostzugängen, zum ehemaligen Steinbruch und zum Gipfelpfad. Das südliche Ufer wird vom Weißen Ritter und seinen Wasseranlagen beherrscht.

Unter Pilgern ist die Erzählung verbreitet, der Wasserspiegel könne innerhalb weniger Augenblicke um viele Schritt sinken und eine Insel mit einem kleinen Tempel freigeben. Manche verbinden dieses Ereignis mit einem blauen Drachen, andere mit der angeblichen Fähigkeit des Weißen Ritters, zum Leben zu erwachen. Der Orden äußert sich zu diesen Geschichten nicht.

Die Akademie des Jedek

Die marmorne Akademie am Eissee und die Horste der Königsadler

Die Akademie ist ein weitläufiger, aber nicht städtischer Komplex aus weißen Marmorbauten, natürlichen Felswänden und offenen Höfen. Bei ihrer Planung wurden Höhlen, Spalten und Überhänge berücksichtigt. Fast kein menschliches Gebäude reicht mehr als ein Dutzend Schritt in den Berg hinein. Säulengänge, Terrassen und schlichte Statuen bestimmen das Bild.

Breite Felsspalten teilen die Anlage in mehrere Abschnitte. Lange, schmale Steinbrücken verbinden sie miteinander. Diese Brücken lassen sich bewachen und im Ernstfall sperren, wodurch die scheinbar offene Akademie in getrennte Verteidigungsbereiche zerfällt. Auf eine Ringmauer wurde verzichtet; Fels, See und kontrollierte Zugänge erfüllen denselben Zweck.

Das erhöhte Hauptgebäude enthält Versammlungsräume, die Verwaltung und das wichtigste Heiligtum. Im Osten liegen die Bibliotheken und Schreibstuben. Werkstätten, Küchen, Vorratsräume, Unterkünfte und Stallungen befinden sich überwiegend im Westen. Zwei bewachte Tore öffnen sich zu den Uferwegen. Besucher dürfen sie nur mit Erlaubnis passieren.

Zugang und Studienbetrieb

Das Tal ist für Pilger und Reisende zugänglich, die Akademie selbst jedoch nicht. Ordensangehörige müssen einen Auftrag, eine Einladung oder einen anerkannten Studienzweck vorweisen. Geladene Gelehrte anderer Kulte und Völker werden begleitet und erhalten nur Zugang zu den für ihre Arbeit notwendigen Bereichen.

Die Akademie bildet keine jungen Knappen zu Templern aus. Sie dient dem fortgeschrittenen Studium des Rechts, der Theologie, der Ordensgeschichte und ausgewählter magischer Fragen. Priester beraten über schwierige Urteile, Templer bereiten sich auf besondere Aufgaben vor, und Kopisten bewahren seltene Schriften. Auch Prüfungen für höhere Ämter können hier stattfinden.

Der gegenwärtige Konflikt zwischen Kaiser Illiasan und dem Jedek-Orden ist in der Akademie deutlich spürbar. Illiasan hat den traditionellen Schwur gegenüber dem Orden nicht erneuert. Einige Gelehrte sehen darin einen Bruch mit der Reichsordnung, andere warnen davor, Recht und politische Gegnerschaft gleichzusetzen. Eine gemeinsame Haltung der Adlerburg ist außerhalb des Hohepriesterrates nicht bekannt.

Heiligtum in der Kristallgrotte

Im Hauptgebäude wurde eine natürliche Kristallgrotte nahezu unverändert bewahrt. Ein schmaler Gang führt in die annähernd kugelförmige, sechs Schritt hohe Höhle. Auf einem einfachen eisernen Dreifuß steht eine kleine Holzfigur: ein Ritter, der beide Hände mit nach oben gerichteten Handflächen abwägend zur Seite hält.

Die Figur gilt als Sinnbild gerechter Abwägung und des Bundes mit dem verborgenen Berater des Ordens. Sie soll vom Atem eines blauen Drachen berührt worden sein. Tatsächlich strahlt das Holz ein schwaches bläuliches Licht aus und erscheint bei magischer Betrachtung leicht verzaubert. Gläubige bitten vor ihr nicht um Sieg, sondern um Klarheit und ein gerechtes Urteil.

Wasser und Abwasser

Ein mineralreicher Gebirgsbach wurde oberhalb des westlichen Komplexes gefasst. Sein klares, geruchloses Wasser besitzt eine intensive grünliche Farbe. Offene Rinnen verteilen es auf Küchen, Waschplätze, Werkstätten, Brunnen und kleine Zierteiche.

Abwasser wird getrennt in geschlossenen Kanälen gesammelt. Diese umgehen den Eissee und treten erst unterhalb des Weißen Ritters wieder zutage, wo sie dem Grünstahl zufließen. Die Trennung schützt den heiligen See und verhindert, dass Abfälle in die Nähe der verborgenen Drachenbucht gelangen. Wartungstrupps kontrollieren Rinnen, Filterbecken und Tunnel regelmäßig.

Die Bibliotheken

Den größten Teil des östlichen Komplexes nimmt die Ordensbibliothek ein. Sie erreicht weder die thematische Breite der großen Bibliotheken Kaleschs noch die Menge ihrer Bestände. In Recht, Theologie und Ordensgeschichte gehört sie jedoch zu den bedeutendsten Sammlungen des Mittelreichs. Hinzu kommen ausgewählte Werke über Magie, Drachen, Staatswesen und die Geschichte des Großen Rückens.

Mehr als ein Dutzend Kopisten vervielfältigt seltene Schriften und erstellt Abschriften beschädigter Bücher. Priester, Rechtsgelehrte und einzelne Magier vergleichen Urteile, Chroniken und alte Lehrtexte. Besonders gefährliche oder politisch heikle Werke werden in verschlossenen Räumen verwahrt.

Weitere Gebäude

Das Haus der Grauzwerge

Aufgrund alter freundschaftlicher Beziehungen zu einer angesehenen Sippe der Grauzwerge wurde am Rand des Bibliotheksbezirks ein eigenes Studienhaus errichtet. Grauzwergische Gelehrte können dort arbeiten und ausgewählte Schriften, Steintafeln oder technische Zeichnungen mit menschlichen Forschern vergleichen.

Der Austausch ist nicht gleichmäßig. Die Grauzwerge entscheiden selbst, welche Aufzeichnungen sie öffnen. Besonders begehrt sind Texte über Himmelsbeobachtung, Mechanik, Drachen und Metallbearbeitung. Der Orden bietet im Gegenzug Abschriften menschlicher Chroniken, Rechtswerke und theologischer Abhandlungen.

Das Studienhaus ist die einzige Anlage, von der behauptet wird, sie reiche weit in den Berg. Templer erzählen von einem verborgenen Zugang zum Reich der Grauzwerge. Kein menschlicher Besucher konnte dies bestätigen. Möglich ist ebenso, dass Lagerräume und natürliche Spalten den Eindruck größerer Tiefe erwecken.

Der Gipfelpfad

Ein dritter, geheimer Weg führt aus der Akademie zum Gipfel. Sein Beginn liegt zwischen den Felsbauten verborgen und wird nur Anwärtern, Führern und Adlerreitern offenbart. Der steile Aufstieg führt über ausgesetzte Stufen und schmale Felsbänder.

In der Umgebung leben Bergtrolle. Ihr Fell macht sie zwischen Fels und Schnee schwer erkennbar. Sie meiden die hellen Marmorbauten und stark begangenen Teile der Akademie, bedrohen aber abgelegene Abschnitte. Neue Anwärter werden deshalb bis zum oberen Schrein begleitet. Erst spätere Wege müssen sie unter kontrollierten Bedingungen selbst bewältigen.

Am Gipfel steht ein schlichter Jedek-Schrein, der nachts als Signalfeuer dient. Dahinter fällt die abgewandte Seite des Berges über eine Meile lang fast senkrecht ab. Auf natürlichen Vorsprüngen dieser Wand liegen die Horste der Königsadler.

Horste und Ausbildung der Adlerreiter

Königsadler erreichen etwa vier Schritt Höhe und eine Spannweite von bis zu fünfzehn Schritt. Sie benötigen die starken Aufwinde an den Hängen des Großen Rückens, um mit einem gerüsteten Reiter sicher zu starten. Tiermeister ziehen nur wenige Jungtiere gleichzeitig auf.

Nur bewährte Templer werden für die Ausbildung zum Königsadlerreiter vorgeschlagen. Frömmigkeit, Urteilskraft, körperliche Belastbarkeit und die Fähigkeit, selbstständig zu handeln, gelten als ebenso wichtig wie Geschick im Kampf. Ein hervorragender Reiter ist ungeeignet, wenn er Befehle ohne Abwägung ausführt oder die Verantwortung für Menschen am Boden geringschätzt.

Ein Anwärter verbringt zunächst lange Zeit am Horst, versorgt die Tiere und lernt ihre Bewegungen zu deuten. Die Verbindung zu einem bestimmten Adler kann nicht erzwungen werden. Nimmt ein Jungtier den Anwärter nicht an, wird die Ausbildung beendet oder mit großem zeitlichem Abstand neu begonnen. Erst nach gemeinsamem Bodentraining folgen kurze Gleitflüge, Starts vom Hang und schließlich der erste freie Flug.

Später üben Reiter Aufklärung, Nachrichtenflug, Landung auf begrenztem Raum und Lanzenkampf. Ein Scheitern kann schwere Verletzungen oder den Tod bedeuten. Wer die Ausbildung vollendet, erhält hochwertige Rüstung und Waffen und genießt im Orden großes Ansehen. Reiter und Adler bleiben gewöhnlich dauerhaft verbunden; der Verlust eines Partners beendet häufig den aktiven Flugdienst des anderen.

Verborgene und gefährliche Orte

Der Hort des Drachen

Der Mythos vom sinkenden Eissee beruht auf einer Tatsache die nur Wenigen bekannt ist: Nahe einer felsigen Bucht liegt knapp unter der spiegelnden Wasserfläche eine kleine Insel. Verborgene Dämme und Wehre trennen die Bucht vom Hauptsee. Wird der Zufluss geschlossen und Wasser durch einen unterirdischen Kanal abgelassen, sinkt nur dort der Pegel rasch um mehrere Schritt.

Auf der Insel steht ein kleiner Tempel aus der frühen Bauzeit. Noch bevor die Akademie vollendet war, wählte ein Blauer Drache den abgelegenen Teil des Sees als Hort. Nach gefährlichen Auseinandersetzungen gelang einem Jedek-Priester ein Bündnis: Der Drache sollte den Orden in Zeiten großer Not beraten, während die Menschen seinen Hort schützten und verborgen hielten.

Nach der Fertigstellung der Akademie wurde der alte Tempel dem Drachen überlassen. Nur der Hohepriester, wenige Priester und ausgewählte Adlerreiter kennen den Zugang. Wer den Drachen befragen will, benötigt die Erlaubnis des Hohepriesters. Dies geschieht gewöhnlich höchstens einmal während einer Amtszeit und nur bei Fragen, deren Bedeutung weit über persönliche Interessen hinausgeht.

Ob seit der Gründung stets derselbe Drache im See lebt und was er als Gegenleistung erhält, wird selbst innerhalb des Ordens nicht offen besprochen. Sicher ist nur, dass die Kristallgrotte eine Reliquie bewahrt, die mit dem alten Bündnis verbunden wird.

Der alte Steinbruch

Der Marmorsteinbruch oberhalb des Sees wurde bereits vor dem Bau der Adlerburg erschlossen. Heute ist er weitgehend erschöpft. Viele Gruben sind mit Regen- und Schmelzwasser gefüllt; nur ein kleiner gesicherter Bereich liefert noch Stein für Reparaturen.

In verlassenen Höhlen und benachbarten Gletscherspalten haben sich junge Ogerfamilien und einzelne Urmenschen angesiedelt. Sie meiden die Kernburg, überfallen aber Arbeiter und kleine Transporte. Einsturzgefährdete Schächte, tiefe Wasserlöcher und lose Eisdecken sind häufig ebenso gefährlich wie ihre Bewohner.

Das Eiserne Tor

Etwa eine Meile südlich des Gletschers wurde zu Beginn der Bauarbeiten eine eiserne Tür im Fels entdeckt. Sie gehörte offenbar zu einem alten grauzwergischen Zugang zur Oberfläche. Die Begegnung führte zu den freundschaftlichen Beziehungen, aus denen später das Studienhaus der Grauzwerge hervorging.

Nach Fertigstellung der Akademie soll der Durchgang versiegelt worden sein. Kurz darauf verschüttete eine ungewöhnlich große Gerölllawine das Tor. Ob sie zufällig niederging, von den Grauzwergen ausgelöst wurde oder einen weiterhin bestehenden Zugang verbergen sollte, ist unbekannt. Das Gerücht eines unterirdischen Weges zwischen Tor und Studienhaus konnte nie bewiesen werden.

Gerüchte und Abenteuerideen

  • Ein Königsadler kehrt ohne seinen Reiter zur Adlerburg zurück. An seinem Geschirr hängt eine fremde, mit einem alten Rechtsspruch beschriftete Metalltafel.
  • Der Schwertfall verliert an Kraft, obwohl der Eissee ungewöhnlich hoch steht. In den Wartungsgängen des Weißen Ritters fehlen Werkzeuge und zwei Wächter.
  • Ein grauzwergischer Gelehrter verschwindet aus einem verschlossenen Raum seines Studienhauses. Seine menschlichen Kollegen wollen in der Nacht Schläge tief aus dem Berg gehört haben.
  • Ein Anwärter wird von keinem Königsadler angenommen. Ein wildes Tier außerhalb der Horste folgt ihm jedoch seit Tagen und reagiert auf seine Stimme.
  • Die Drachenbucht lässt sich nicht mehr vollständig fluten. Auf der freiliegenden Insel wurden Spuren gefunden, die weder von einem Menschen noch von einem Drachen stammen.
  • Ein alter Bauplan beweist, dass im Kopf des Weißen Ritters ein Raum existiert, der in keiner heutigen Beschreibung der Wasseranlagen verzeichnet ist.